Mittwoch, 27. August 2014

Rückenschmerzen, Hexenschuss & Co.: Symptome, Fakten und Möglichkeiten der Naturheilkunde und Alternativmedizin

http://www.naturheilt.com/Inhalt/Rueckenschmerz.htm

Rückenschmerzen, Hexenschuss & Co.: Symptome, Fakten und Möglichkeiten der Naturheilkunde und Alternativmedizin

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber
Der Begriff Hexenschuss (Lumbago, Lumbalgie) kennzeichnet eine äußerst schmerzhafte Symptomatik im Bereich des Lendenwirbelbereichs (LWS = Lendenwirbelsäule), die den Betroffenen stark in seiner Beweglichkeit einschränkt.
Im Bereich des Nackens und des Halses spricht man bei gleicher Symptomatik von einer Cervicobrachialgie (typisches Zeichen: Schiefhals mit Nackenschmerzen).
Nicht selten führen plötzlich durchgeführte, ruckartige Bewegungsänderungen (sogenannte Bagatellbewegungen) während des Bückens, Hebens, Drehens oder beim Aufstehen zu den Schmerzen im unteren Wirbelsäulenbereich.
Der Hexenschuss zeigt sich auch vermehrt bei sportlichen Aktivitäten, hier besonders, wenn die Muskulatur vor Sportbeginn nicht erwärmt wurde. Verschiedene Prozesse können hierzu führen. Durch Blockierung von Wirbelgelenken können die in den Wirbelkanälen liegenden, hochsensiblen Nervenfasern in Mitleidenschaft gezogen werden.
Ebenso können auch Veränderungen der Bandscheibe (Prolaps =Bandscheibenvorfall, Protrusion = Bandscheiben-Vorwölbung) sowie Zerrungen im Bereich der die Wirbel umgebenden Gelenkkapsel oder im Bereich der Muskeln zu Schmerzen im LWS-Bereich führen.
Der Hexenschuss tritt meist akut auf und zeigt sich vor allem durch stichartige Schmerzen im unteren Rücken. Die Muskulatur in diesem Bereich verkrampft sich. Betroffene verharren meist in der eben durchgeführten Bewegung, da jede Änderung zu einer Zunahme der Schmerzen führt. Bei länger andauernder Schmerzsymptomatik besteht die Möglichkeit des Ausstrahlens in die untere Körperhälfte (Leiste, Oberschenkel, Unterschenkel, Füße). Zum Teil zeigen sich Empfindungsstörungen wie zum BeispielKribbeln oder Taubheitsgefühl.

Die Geheimsprache der Rückenschmerzen

Manchmal sind die Rückenschmerzen auch Warnsignale des Körpers, dass etwas anderes im Argen liegt als der Bewegungsapparat. Bei Frauen werden manchmal Probleme mit den Nieren, Blase und Gallenblase als Rückenprobleme diagnostiziert, so Dr. Zaki Almallah, Urologe an der Birmingham Bladder Clinic und dem Queen Elizabeth Hospital in Birmingham. Er fährt fort, dass seine Patienten oft nach Erklärungen für ihre Rückenschmerzen suchen, wie zum Beispiel ein fehlerhaftes Bett, ein Sturz in der Vergangenheit oder ähnliches.
Es sieht mehr nach einer Rechtfertigung der Schmerzen aus als nach einer wirklichen Erklärung. Aber auch hier sollten sich konkrete Anhaltspunkte finden lassen, die den Schmerz belegen, wie zum Beispiel eine verhärtete Muskulatur, Veränderungen an der Wirbelsäule, an den Knochen und so weiter.
Viel wahrscheinlicher jedoch ist, dass ein anderes Organ betroffen ist, dass auf diese Weise eine Art "Notsignal" freisetzt. Und der Rücken scheint hier die einfachste Methode zu sein. Bei dieser Art des Schmerzes handelt es sich um einen "Übertragungsschmerz". Bislang weiß niemand, wie das funktioniert und warum es diese Form der Schmerzbildung gibt. Aber man geht heute davon aus, dass ein starker Schmerz aus einem anderen Gewebe oder Organ an den Nervenleitungen entlangläuft und auf benachbarte Nervenbahnen überspringen kann, vielleicht aufgrund seiner Intensität.
Rückenprobleme sind auch ein beliebtes Symptom für Probleme mit der Bauchspeicheldrüse, wie Pankreatitis oderPankreaskrebs. Dr. Steve Pereira, ein Gastroenterologe am Royal Free Hospital in London, schätzt, dass 20 bis 30 Prozent der Patienten mit Pankreatitis zu ihrem Hausarzt gehen und wegen Rückenschmerzen behandelt werden. Pankreatitis ist eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse und entsteht, wenn Verdauungsenzyme beginnen, irrtümlich das eigene Organ zu zersetzen. Die Erkrankung steht in einem Zusammenhang mitGallensteinen bei Frauen und erhöhtem Alkoholkonsum bei Männern und taucht bei Personen mittleren und höheren Alters gehäuft auf.
Laut Dr. Pereira zeigten neuere Studien mit 3000 Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs, dass rund 17 Prozent dieser Patienten als Hauptschmerzen Rückenschmerzen angaben. Von daher hofft er, dass bei seinen Kollegen aus der Praxis der Rückenschmerz ein Alarmsignal für Bauchspeicheldrüsenkrebs angesehen wird, wenn andere Symptome sich dazu gesellen, wie Gewichtsverlust, Gelbsucht, gelegentlich auch Bauchschmerzen oder Verdauungsstörungen. Dies würde die Möglichkeit, den Bauchspeicheldrüsenkrebs schneller zu diagnostizieren, deutlich beschleunigen.
Bei anderen Krebserkrankungen ist der Zusammenhang mit Rückenschmerzen weniger offensichtlich ausgeprägt, wie zum Beispiel bei LungenkrebsDarmkrebs oder Eierstockkrebs. Wenn hier jedoch die Tumore so groß werden, dass sie auf das Gewebe drücken und dieses verdrängen, dann treten auch hierRückenprobleme auf. Allerdings kann man in der Regel davon ausgehen, dass sich zu diesem Zeitpunkt die Krebserkrankung schon in einem fortgeschrittenem Stadium befindet, nicht zuletzt wegen der Größe des Tumors.
Ein prominentes Opfer einer solchen Erkrankung ist der Schauspieler Andy Whitfield, der die Hauptrolle in der Fernsehserie „Spartacus“ spielte. Er musste sich für diese Rolle einen athletischen Körper antrainieren, was er durch ein intensives und schmerzhaftes Training auch erreichte. Die dabei anfallenden Rückenschmerzen führte er zunächst auf dieses intensive Training zurück. Aber als nach den Filmaufnahmen die Rückenprobleme nicht aufhörten, sondern noch stetig zunahmen, war klar, dass die Schmerzen in keinem Bezug zum Training stehen konnten. Bei einer medizinischen Untersuchung zeigte sich ein großer Tumor, der gegen seine Wirbelsäule drückte. Er wurde mit einem Non-Hodgkins-Lymphom diagnostiziert und starb 18 Monate nach der Diagnose im Alter von nur 39 Jahren.
Wenn also unbegründete Rückenschmerzen vorliegen, dann sollte der behandelnde Arzt die Ursache abklären (und nicht einfach nur das Wort "idiopathisch" in den Diagnosebericht schreiben). Und falls der Patient sich sicher ist, dass er seinen Rücken nicht über Gebühr beansprucht hat, wenn die Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist und Schmerzmittel nicht mehr zu wirken scheinen, dann ist es eine sehr gute Idee, seinen Arzt aufzusuchen und ihm dies mitzuteilen.

Einseitige Schmerzen in der Mitte des Rückens

Andere SymptomeHeftige Schmerzen im Bereich von Bauch und Leiste, Schmerzen bei Wasserlassen, Blut im Urin
Mögliche UrsacheNierensteine, die durch Auskristallisieren von Abfallprodukten im Urin entstehen. Es scheint eine genetische Veranlagung für die Entwicklung von Nierensteinen zu geben. Ein nicht ausreichender Konsum an Wasser erhöht das Risiko zusätzlich.

Von 20 Männern leiden 3 an Nierensteinen. Von 20 Frauen ist es 1, die mit Nierensteinen zu kämpfen hat. Ein erhöhtes Risiko besteht beiÜbergewicht und einem Alter zwischen 20 und 40.

Rückenschmerzen bei Nierensteinen ist ein sehr häufiges Symptom, besonders wenn es sich um einen einseitigen Rückenschmerz handelt. Blut im Urin ist ebenfalls ein häufiges Begleitsymptom. Die Rückenschmerzen können anhaltend oder intermittierend sein.
BehandlungJe nach Größe können die Steine spontan beim Wasserlassen abgehen. Durch einen erhöhten Flüssigkeitskonsum lässt sich dies unterstützen. Möglicherweise muss der Patient auf Schmerzmittel zurückgreifen, denn der spontane Abgang der Steine ist nicht immer schmerzfrei. Größere Steine können mit Ultraschall oder Laser zertrümmert werden.

Einseitige Schmerzen im unteren Bereich des Rückens

Andere SymptomeFieber und Blut im Urin
Mögliche UrsacheNiereninfektion. Diese Erkrankung tritt bei Frauen sechsmal häufiger auf als bei Männern. Bakterien (gewöhnlich handelt es sich um E. coli) wandern von der Blase hoch in die Niere(n) und für die Infektion verantwortlich sein. Als Ursache für diesen Prozess wird eine „nicht behandelte“Blaseninfektion verantwortlich gemacht.
Je größer die Schmerzen ausgeprägt sind und je mehr sie sich auf eine Seite konzentrieren, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um eine Niereninfektion handelt. Konzentriert sich der Schmerz mehr in Richtung Wirbelsäule und wird stärker, dann handelt es sich mit einiger Wahrscheinlichkeit um ein Problem von Muskulatur und/oder Skelett.

Bei einer Niereninfektion ist der Schmerz kurz oberhalb des oberen Beckenrands lokalisiert und kann unter Umständen bis in die Hüften und Leistengegend ausstrahlen.
BehandlungIn der Regel wird der Hausarzt zuAntibiotika und Schmerzmitteln greifen. Die Behandlungsdauer beträgt circa zwei Wochen. Ohne Behandlung besteht die Gefahr einer dauerhaften Schädigung der Niere bis hin zur Notwendigkeit einer Nierentransplantation.

Bauchschmerzen, die in den Rücken ausstrahlen

Andere SymptomeBauchschmerzen kurz unterhalb der Rippen, man fühlt sich krank,Erbrechen, Zunahme der Schmerzen nach dem Essen.
Mögliche UrsachePankreatitis. Eine akutePankreatitis dauert eine Woche und bereitet nur wenig Probleme. Die chronische Form dauert über Jahre. Typische Schmerzen tauchen kurz unterhalb der Rippen auf und strahlen in den Rücken aus. Dies kann plötzlich auftauchen mit starker oder milder Intensität der Schmerzen.

Ursache ist zu 90 Prozent das Vorhandensein von Gallensteinen. Hier versperrt ein Gallenstein den Bereich, wo der Gallenausgang und der Ausgang der Bauchspeicheldrüse sich vereinen und behindert so den Abfluss von Gallen- und Bauchspeicheldrüsensekret gleichermaßen. Exzessiver Alkoholkonsum ist ebenfalls eine „beliebte“ Ursache für eine Pankreatitis. Koma- oder Kampfsaufen bewirken eine besonders hohe Anfälligkeit für die Erkrankung. Grund dafür ist, dass der regelmäßige Genuss von Alkohol die Leber stimuliert, Antioxidantien gegen die Abfallprodukte bei der Verstoffwechslung des Alkohols zu bilden und sich somit zu schützen. Ein Alkoholkonsum darüber hinaus in so hohen Dosen jedoch setzt diesen Mechanismus außer Kraft.
BehandlungEine akute Pankreatitis muss im Krankenhaus behandelt werden. Zum Einsatz kommen i.v.Flüssigkeitszufuhr, Schmerzmittel und Sauerstoff. Wichtig: kein Alkohol.

Schmerzen im Bereich der rechten Rippen und Schulter

Andere SymptomeBauchschmerzen unterhalb der Rippen auf der rechten Seite, Übelkeit,Blähungen, Schmerzen beim tiefen Einatmen und in den Armen.
Mögliche UrsacheInfektion oder Entzündung der Gallenblase oder Gallensteine. Der Bereich der Gallenblase wird hierbei empfindlich auf Berührung reagieren. Es ist auch möglich, dass der Schmerz bis in die Schulter und Arme ausstrahlt. Der Schmerz kann intermittierend oder dauerhaft, stechend oder dumpf sein. Er tritt vermehrt am Abend auf, besonders nach einer Mahlzeit.
Die nervale Versorgung der Gallenblase wandert durch die Nerven des Bauchraums hoch zu der Wirbelsäule. Daher ist das stereotypische Schmerzmuster bei einer Gallenblasenentzündung oder -steine immer die Lokalisierung unterhalb der rechten Rippe und der Spitze der rechten Schulter.
Gallensteine sind nicht selten, besonders bei Frauen mit Kindern und/oder Übergewicht. Es gibt im Englischen ein geflügeltes Wort dafür: Die Leute mit dem höchsten Risiko sind „fair, fat, female, fertile und forty“ (blond, fett (übergewichtig), weiblich, fruchtbar (haben Kinder) und 40 Jahre und älter). Darüber hinaus gibt es noch eine familiäre Neigung für diese Form der Erkrankung.
BehandlungEine Ultraschalluntersuchung kann die Existenz von Steinen bestätigen oder ausschließen. Bei einer Bestätigung erfolgt anschließend ein chirurgischer Eingriff zur Entfernung der Steine.

Dumpfe Schmerzen im Becken und Rücken

Andere SymptomeHäufiger und starker Drang zum Wasserlassen, Schmerzen und Stechen beim Urinieren, Schmerzen im unteren Bauchbereich.
Mögliche UrsacheBlaseninfektion oder Blasenentzündung, verursacht durch Bakterien oder Irritation des Urogenitaltrakts. Rund 15 Prozent der Frauen haben jährlich eine Blasenentzündung. Wenn keine direkte Ursache gefunden werden kann und eine Therapie mit Antibiotika nicht anschlägt, dann liegt der Verdacht einer interstitiellen Cystitis vor. Betroffen davon sind aus epidemiologischer Sicht 18,1 von 100.000 Frauen (Interstitial Cystitis—Epidemiology, Diagnostic Criteria, Clinical Markers). Die Ursache hierfür wird (auch hier) noch diskutiert. Man vermutet eine immunologische Reaktion, die in einer chronischen Entzündung ausufert.
BehandlungEine bakterielle Cystitis lässt sich mit Antibiotika behandeln. Unbehandelte Blasenentzündungen können zu einer Niereninfektion führen. Die Behandlung einer interstitiellen Cystitis beschränkt sich weitestgehend auf eine symptomatische Therapie.
Weiterhin kommen noch entzündliche Prozesse (Entzündungen), Verengungen in den Wirbelkanälen (Spinalkanalstenose) oder auch Tumoren verantwortlich gemacht werden.
Wenn Patienten mit unerträglichen und "rasenden" Rückenschmerzen kommen, sollte man auch einmal an eine Aortendissektion (Marfan-Syndrom) denken - vor allem bei Kindern und Jugendlichen.
Liegen Entzündungen an den Bandscheiben oder Wirbelgelenken vor, werden gerne Antibiotika eingesetzt. Führen diese nicht zum gewünschten Erfolg, kann (in seltenen Fällen) das entzündete Bandscheibengewebe operativ entfernt werden. Zu den Operationen schreibe ich aber unten noch etwas.
Zu guter Letzt: Die Osteoporose. Die Osteoprose selbst macht erst einmal keine Schmerzen, sondern meist erst wenn Wirbelkörper einbrechen. Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D und adequater Bewegung (mit geringem Verletzungsrisiko) ist von größter Bedeutung. Das mit dem Vitamin D ist aber für viele Patienten von Interesse, da die meisten einen zu niedrigen Vitamin-D-Spiegel aufweisen. Ausführlich dazu berichte ich übrigens in meinem Vitamin D Report: http://renegraeber.de/vitamin-d-therapie.html
Die Vitamin D Therapie von René Gräber

Die Diagnose

Meist reicht die Anamnese (Krankengeschichte) zur Diagnosestellung aus. Bei mir in der Praxis verwende ich eine Myofaszialpunktpressur zur Differenzierung. Bessert sich der Schmerz durch diese Therapie sofort, ist es fast sicher, dass es sich um Rückenschmerzen handelt, die durch die Weichteile (Muskeln, Faszien) bedingt sind. Mehr zu dieser Art der Schmerztherapie (und wie ich darauf kam), beschreibe ich auf meiner Seite: www.schmerztherapiezentrum.com
Wenn diese Therapie nicht zum Erfolg führt, rate ich sofort dazu, bildgebende Verfahren wie z.B. Röntgen, CT oder MRT zur Stützung einzusetzen um nach "Ursachen" zu suchen, wie ich diese oben beschrieben habe.

Schulmedizinische Therapie

Die schulmedizinische Therapie richtet sich nach der "angenommen" Ursache für den Hexenschuss bzw. die Rückenschmerzen - das ist klar.
Konservative Verfahren zielen auf eine rasche Schmerzlinderung ab. Hier werden immer noch Bettruhe und Wärem von manchen Ärzten angeraten. Erfahrungen und Studien zeigen jedoch, dass nur während einer Entzündungsphase und bei akuten starken Schmerzen zur Schonung und Ruhe geraten werden sollte. Sowie akute Prozesse abgeklungen sind, sollte man möglichst bald zur Bewegung übergehen. Viele dieser sogenannten "konservativen" Verfahren der Schulmedizin sind ja eigentlich bereits klassische Naturheilverfahren - nämlich Heilung durch Wärme, Massagen und Physiotherapie (Krankengymnastik) oder Bewegung (siehe auch Medizinische Trainingstherapie). 
Wichtig bei der Therapie ist, dass dem Patienten möglichst schnell die Schmerzen genommen werden. Dauernde Schmerzen führen nämlich zu Schonhaltungen, und diese können Muskelverhärtungen, Nervenkompressionen und Gelenkschäden zur Folge haben.
Gerne werden von der Schulmedizin schmerzlindernde, entzündungshemmende und muskelentspannende Medikamente verordnet, die als Salben, Spritzen oder auch als Infusionen verabreicht werden (meist: ASSDiclofenacIbuprofen oderParacetamol). Aber gerade für das Paracetamol gilt zum Beispiel: Paracetamol wirkt nicht bei Rückenschmerzen.
Das Problem der klassischen Schmerzmittel ist aus meiner Sicht allerdings, dass:
  1. diese Mittel selbst Schmerzen auslösen können
  2. diese Mittel schlicht und ergreifend gar nicht wirken, wie zum Beispiel das Paracetamol bei Rückenschmerzen
  3. diese Mittel (vor allem bei langfristiger Einnahme) Nebenwirkungen haben, die nicht besonders erfreulich sind.
Kommt es bei einem Bandscheibenvorfall zu einer andauernden, chronischen Schmerzsymptomatik, kann ein operativer Eingriff (mit Entfernen der betroffenen Bandscheibe beziehungsweise Ruhigstellung der Region mittels interner Fixation oder Zementapplikation = Kyphoplastie / Vertebroplastie) in Erwägung gezogen werden. In vielen Fällen ist eine Operation jedoch vermeidbar und sogar überflüssig, wenn ein gut funktionierendes "Therapiepaket" aus Massagen, Bewegungs- bzw. Phsysiotherapie und Akupunktur über einen längeren Zeitpunkt eingesetzt wird.

Rückenoprationen - Überflüssig

Bezüglich der Rückenoperationen ist DEUTLICH zu sagen, dass die meisten Operationen völlig überflüssig sind.
Im Deutschen Ärzteblatt wird zum Beispiel der Präsident des European Health Forum Gastein (EHFG) Günther Leiner bei einem Pressegespräch in Brüssel erwähnt:
„Es ist paradox, dass wir einerseits in Europa und darüber hinaus über die Grenzen der Finanzierbarkeit unserer Gesundheitssysteme diskutieren, und andererseits zunehmend mit dem Phänomen Überbehandlung konfrontiert sind, das seinerseits wieder ökonomische Gründe hat".
Die Welt berichtet in einem Beitrag, dass allein von 2004 bis 2009 die Bandscheiben-Operationen in Deutschland um 43 Prozent zugenommen haben (vgl. (welt.de/gesundheit/article106226886/Ruecken-Operationen-nutzen-meist-nur-dem-Arzt.html). Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.

Sprache der Symptome

Die Wirbelsäule gibt dem Menschen den nötigen Halt. Sie kann, genau wie der Mensch selbst, beweglich sein oder halsstarrig. Man kann auch jemandes „Rückgrat brechen“. Man kann „von Gram gebeugt“ oder ein „aufrechter“ Mensch „mit Rückgrat“ sein. Nicht erlöste Emotionen manifestieren sich früher oder später in der Rückenmuskulatur. Die innere Haltlosigkeit und auch die übertriebene aufrechte Haltung des falschen Selbstbewussteins findet hier ihren Ausdruck.

Aktuelles:

  • Rückenschmerzen bei Kindern und Jugendlichen
    Immer mehr Kinder und Jugendliche leiden unter Rückenschmerzen, besonders betroffen sind die 11- bis 14-Jährigen.
  • Wenn die Wirbelsäule alt wird
    Die Wirbelsäule altert im Laufe des Lebens auf natürliche Weise, doch manchmal führen auch Krankheiten zu einem kritischen Zustand der Wirbel.
  • Schmerzen durch Medikamente
    Vorsicht: Die Nebenwirkungen bei der Einnahme von Kopfschmerzmitteln sind keine Nebensache.
  • Schmerzmittel - Wirksam, aber riskant
    Schweizer Mediziner warnen, dass die angeblich so gut vertragenen und sicheren Medikamente vielleicht doch ein Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle und sonstige Herz-Kreislauf-Erkrankungen darstellen können.

Freitag, 22. August 2014

Mikro- und Makronährstoff Therapie-Praxis Dr. med. Lothar Hollerbach



Seit mehreren Jahren lasse ich eine bioenergetische Zellanalyse ( www.lifeconcept.de)durchführen. Sie dient mir als Hilfsmittel, um meinen Versorgungsstatus mit Mikro- und Makronährstoffen abzuschätzen.
Ich habe mich sehr intensiv mit den gesundheitsfördernden Wirkungen des Wassers beschäftigt und lernte dabei aus den  Schriften des iranischen Arztes F. Batmanghelidj kennen. Doch das Wassertrinken allein hilft nicht. Die Zellen meines Körpers benötigen die richtigen Mikro- und Makronährstoffe. 
Auf der Suche nach  den effektiven Lieferanten der notwendigen Mikro- und Makronährstoffe wurde ich auf Dr. Hollerbach aufmerksam, der höchst interessante Informationen über Moringa olifeira veröffentlicht (s.u.)


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Praxis Dr. med. Lothar Hollerbach

Mikro- und Makronährstoff Therapie

Die Mikro- und Makronährstoff Therapie spielt bei allen chronischen und zehrenden Erkrankungen eine außerordentliche Rolle. Sind doch die allermeisten chronischen Zivilisationskrankheiten typische Mitochondriopathien. Ein typisches Merkmal der Mitochondriopathie ist der nitrosative und der oxidative Stress, der ein erhöhten Bedarf an verschiedensten Mikro und Makronährstoffen erzeugt.
Mikro- und Makronährstoff TherapieDie Mikro- und Makronährstoff-Defizite können durch eine spezielle Laboranalyse und Resonanztestung ermittelt und ihre therapeutische Wirkung kontrolliert werden.
Es ist besonders wichtig, aus der unübersichtlichen Fülle an Mikro- und Makronährstoff-Angeboten die notwendigen und wirksamsten heraus zu finden.
Die Krankheiten, die mit Mikro- und Makronährstoffen begleitet werden sollten sind:
Multi-Systemerkrankungen:
Depression, Burnout, Nahrungsmittelintoleranz, Schlafstörungen, Panikattacken, Epilepsie, Herzinfarkt, Schlaganfall, Hypertonie, Arteriosklerose, Multiple Sklerose, Parkinson, Alzheimer, Allergien, Fibromyalgie, Krebs, Aids etc. - die Liste lässt sich um viele Krankheiten fortsetzen (siehe auch Mitochondriopathie).
Zur Anregung der Selbstheilungskräfte benötigt der menschliche Organismus eine ausgewogene und qualitativ hochwertige Unterstützung mit Spurenelementen, Mineralien und Vitaminen. Besonders wichtig ist Ausgleich mit Vitamin D3, den B-Vitaminen zu den Vitaminen A, B, C,D und E. Eine herausragende Bedeutung neben den Vitaminen B1 bis B12 haben die Vitamine B15 und B17. Besonders B17, auch Laetrile genannt, ist seit fast 40 Jahren in der Behandlung von Krebs bekannt und in mehreren Büchern beschrieben.Griffin "Eine Welt ohne Krebs", Richardson "Laetrile im Kampf gegen Krebs", Peter Kern "Kampf dem Krebs mit B17"
Mikro- und Makronährstoff Therapie
Die wichtigste Mikro- und Makronährstoff Therapie ist die Cellsymbiose Therapie nach Dr. Heinrich Kremer. In seinem Buch "Die stille Revolution der Aids und Krebs Therapie" 2001 hat er alle bedeutenden biochemischen und molekularbiologischen Forschungsergebnisse aus den letzten 30 Jahren zusammen getragen und kam zu der Schlussfolgerung: Krebs und Aids haben eine gemeinsame Ursache: Störung der Mitochondrien-Funktion.
Die Lichtquanten modulierte Übertragung der Elektronen in der Atmungskette der Mitochondrien bei der ATP-Produktion ist gestört!
Alle Mikro- und Makronährstoffe, die einen positiven Effekt für die Mitochondrien-Funktion haben, resorbieren das Licht um die Wellenlänge von 420 nm. Die Substanz mit der idealen Lichtresorbtion bei 427 nm ist Curcumin! In der Tat, es gibt keinen Stoff gleich welcher Herkunft, der eine solche reparative Wirkung auf die Atmungskette der Mitochondrien hat wie Curcumin. Dazu entfaltet es noch ein große Zahl von positiven Wirkungen auf die stoffwechselentgleiste Krebszelle.
In der Cellsymbiose werden noch viele weitere Mikro- und Makronährstoffe wie Polyphenole - darunter Flavonoide -, Sirtuine, Resveratrole, Quercetine, Proanthocyanidine, Mineralstoffe und Spurenelemente, Heilpilze, Aminosäuren und Eiweiße, Vitamine, Glyconährstoffe, Enzyme, Omega 3 Fettsäuren, Probiotika für die Darmflora eingesetzt.
Moringa oleifera
Moringa oleifera ist ein besonders bemerkenswerter Mikro- und Makronährstoff in der Cellsymbiose. Man nennt ihn auch den "Baum des langen Lebens" oder Wunderbaum.
In der ayurvedischen Medizin schon seit ca. 5000 Jahren unter "Lebensspender", "Geschenk des Himmels" bekannt, wird der am schnellsten wachsenden Baum der Erde (4-6m pro Jahr) seit einiger Zeit zunehmend in der westlichen Medizin wegen seines hohen Vitalstoffgehaltes beachtet.
In der biochemischen Analyse von Moringa oleifera finden wir für die Therapie der Mitochondrien-Dysfunktion eine Fülle von Wirkstoffen:
·         Vitamine B1 bis B12
·         Mineralien, Spurenelemente: Calcium, Magnesium, Kalium, Eisen
·         Flavonole: Epicatechin, Quercitine
·         Salvestrole: Prof. Dan Burke, Aberdeen, entdeckte 2003 das Enzym Cytochrom CYP 1B1. Dieses Enzym gibt es nur in Krebszellen. Dies wandelt Salvestrole in toxische Substanzen um, die die Apoptose, den Zelltod, bewirken. Gesunde Zellen haben kein CYT1B1 und bekommen daher keine Apoptose
·         Zeatin: ein natürlicher Pflanzenwuchsstoff; verachtfacht(!) die Nahrstoffaufnahme; wirkt als Anti-Aging und Antioxidans, fördert gesundes Zellwachstum und Zelldifferenzierung
·         Eiweiß: 18 Aminosäuren von insgesamt 20 Aminosäuren, davon die 11 essentiellen, die der Mensch nicht selbst erzeugen kann
·         Chlorophyll: Höchstwert an Chlorophyll, das je in einer Pflanze gemessen wurde
·         Antioxidantien: 46 verschiedene Antioxidantien mit 75.000 ORAC-Einheiten pro 100 Gramm. 5.000-6.000 ORAC-Einheiten pro Tag reichen für einen guten Zell-Schutz des Körper aus. (ORAC kommt vom Englischen: "Oxygen Radical Absorbance Capacity" und ist ein Maß für die Neutralisation von freien Radikalen.) Freie Sauerstoffradikale O- in der Körperzelle sind Atome, denen Elektronen in der Hülle fehlen. Sie suchen durch "Elektronenraub" an anderen Atomen/Molekülen den Ausgleich und schädigen u.a. die DNS durch Oxidation. Mit 10 Gramm Moringapulver pro Tag erhält der Körper mehr Antioxidantien, als er braucht.

Jetzt begann meine Suche nach nach diesen Pflanzenprodukten. Bald fand ich im Internet einen Anbieter, der mich überzeugen konnte. Ich sehe hier jetzt einen Weg, um das Trinken von 5D-Wasser mit den Mikro- und Makronährstoffen der Moringa-Pflanze zu verbinden. Hier finden Sie weitere Informationen!



Ich wende jetzt die Kombination von 5D-Wasser und Moringa einfach an und bin gespannt, was die nächste bioenergetische Zellanalyse offenbart.

W. Storch
2014-08-22








DIE HAUPTURSACHEN FÜR KRANKHEIT

http://blog.tillsukopp.de/blog/gesundheit/2014/04/die-hauptursachen-f%C3%BCr-krankheit-%E2%80%93-teil-1

DIE HAUPTURSACHEN FÜR KRANKHEIT – TEIL 1

Dies ist der Auftakt einer sechsteiligen Artikelserie über die Hauptursachen praktisch sämtlicher Erkrankungen. Das mag vielleicht etwas hochgegriffen klingen, doch die Praxis bestätigt es immer wieder.
Wenn Sie irgendeine Form von Erkrankung haben, dann gibt es eigentlich nur eine Möglichkeit, sich davon zu befreien: Sie müssen die Ursache finden, die der Erkrankung zugrunde liegt.
Ich habe "eigentlich" geschrieben, weil es auch möglich ist, Symptome zu behandeln und zu beseitigen, so dass man anschließend meinen könnte, dass die Erkrankung verschwunden sei.
Die tatsächlich vorliegende Grunderkrankung oder Regulationsstörung wurde dann eventuell noch gar nicht erkannt und kann sich an anderer Stelle bzw. in anderen Körpersystemen als neues Symptom bemerkbar machen, da sie sich gerne den schwächsten Bereich des Körpers sucht.
Praktisch alle Erkrankungen oder Regulationsstörungen werden durch einen oder mehrere der folgenden Punkte verursacht:
1. zu viele Toxine/Gifte im Körper
2. Nährstoffmangel (Mangel- oder Fehlernährung)
3. Bewegungsmangel
4. ein Umfeld mit zu hohem Elektro-Smog
5. mentaler und/oder emotionaler Stress
Man wird eigentlich nur auf zwei Arten krank: Man „fängt sich etwas von außen ein“ (Keime, Viren oder Bakterien) oder man entwickelt eine Erkrankung von innen heraus.
Von außen wird man in der Regel nur krank, wenn das Immunsystem zu schwach ist und potenziell schädliche Eindringliche nicht erkennen und neutralisieren kann.
Was schwächt unser Immunsystem? Gifte, Nährstoffmangel, Bewegungsmangel, Elektrosmog und mentaler/emotionaler Stress.
Wenn man eine Erkrankung von innen heraus entwickelt (z. B. Diabetes, Krebs, Herz-Kreislauferkrankungen), sind auch hier die Ursachen Gifte, Nährstoffmangel, Bewegungsmangel, Elektro-Smog oder mentaler/emotionaler Stress.
Häufig wird noch die Genetik aufgeführt, doch die Wissenschaft der Epigenetik zeigt, dass vererbte Anfälligkeiten für bestimmte Erkrankungen nicht zum Tragen kommen müssen, wenn die fünf oben genannten Punkte vermieden werden.
Ganz gleich also, welche Form von Erkrankung oder Regulationsstörung vorliegt, in der Regel ist wenigstens einer der fünf genannten Punkte gegeben. Im Umkehrschluss liegt auch hier die Lösung der Behandlung sämtlicher Krankheiten:
1. Entgiften Sie Ihren Körper.
2. Beseitigen Sie Nährstoffmängel und stellen Sie die Ernährung um.
3. Bewegen Sie sich häufig und kommen Sie dabei regelmäßig ins Schwitzen.
4. Vermeiden oder neutralisieren Sie Elektrosmog.
5. Lösen Sie mentale und/oder emotionale Stressoren auf oder neutralisieren Sie diese.
Konkret gibt es für jeden der fünf Punkte viele erfolgreiche Möglichkeiten. In den kommenden Artikeln werde ich einige beispielhaft darstellen.

DIE HAUPTURSACHEN FÜR KRANKHEIT – TEIL 2 (GIFTE)

In Teil 1 der Artikelserie gab es einen kleinen Überblick über die Hauptursachen für Krankheit. Nun möchte ich auf die einzelnen Ursachen etwas näher eingehen, wobei ich auch dabei lediglich eine kleine Einführung ins Thema geben möchte, um für diesen Bereich zu sensibilisieren.
Teil 2 beschäftigt sich mit giftigen Substanzen, die sich in unseren Körpern anreichern und je nach genetischer Veranlagung früher oder erst später Krankheiten verursachen oder fördern können. Natürlich kann ich hier nur einige Beispiele nennen. Bleiben Sie also kritisch und hinterfragen Sie einiges in Ihrer Umwelt.
Wir brauchen uns nicht mehr zu überlegen, ob wir giftige Substanzen im Körper haben oder nicht, sondern eher in welchem Ausmaß.
Woher kommen diese Substanzen? Da wären zunächst Medikamente zu nennen, die häufig bereits vor und während unserer Geburt durch die Mutter in unseren Körper kommen. Später erhalten wir weitere Medikamente und bekommen bereits im ersten Lebensjahr mehrfach zusätzliche Schadstoffdosen gespritzt ("Schutz"-Impfungen). Im Laufe des Lebens ist es dann üblich, bei sämtlichen Beschwerden und Erkrankungen zu Medikamenten zu greifen. Medikamente sind chemische Substanzen und haben unerwünschte Nebenwirkungen. Wenn Sie einmal ein Antibiotikum erhalten haben, wird man bei Ihnen sehr wahrscheinlich auch einen positiven Candida-Test durchführen können.
Wir bekommen abgepackte Nahrung aus Dosen und Kunststoffflaschen, deren Stoffe u. a. unsere DNS schädigen und unser Hormonsystem negativ beeinflussen können.
Die verarbeiteten Lebensmittel, die wir kaufen, enthalten häufig Substanzen, die wir nicht benötigen und die darin auch gar nichts zu suchen haben, u. a. Geschmacksverstärker, Aromastoffe, Süßstoffe, Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Natriumglutamat und Stoffe, die nicht einmal auf der Verpackung stehen müssen (hier kann uns die Politik nicht schützen, weil die Lebensmittellobby einfach zu stark ist). Schauen Sie z. B. einmal nach, was Öko-Test so alles in Reiswaffeln gefunden hat (Wozu soll das Arsen gut sein?).
Pflanzliche Nahrung wird mit Pflanzenschutzmitteln und diversen Giftenbehandelt.
Das günstige Fleisch aus den Lebensmittelgeschäften stammt häufig von Tieren, die mit Hormonen, Medikamenten (z. B. Antibiotika) und minderwertigem Futter behandelt und gemästet wurden.
Wenn man sieht wie Fische in Aquakulturen aufwachsen, kann einem schnell übel werden. Bei Meeresfischen ist der Vergiftungsgrad umso höher, je weiter oben sie in der Nahrungskette stehen. Mittlerweile sind z. B. praktisch alle Thunfische vor Kalifornien durch Fukushima radioaktiv vergiftet. Auch die Schwermetallbelastung steigt, je größer der Fisch ist. Sardinen sind z. B. weniger belastet als Thunfische.
Schalentiere (z. B. Muscheln, Schnecken, Krebse, Lobster) aus Flüssen und Meeren reichern sämtliche Gifte aus dem Wasser in ihrem Körper an.
Wer statt aus Plastikflaschen lieber aus der Wasserleitung trinkt, sollte bedenken, dass das Wasser nur auf einen Bruchteil der darin enthaltenen Substanzen untersucht wird. Es enthält alle möglichen chemischen Rückstände aus dem Grundwasser, aber auch aus den heutzutage üblichen Kunststoffleitungen. Aber auch die Metallleitungen geben alle möglichen Substanzen ab. Edelstahlleitungen scheinen besser zu sein, doch man muss sich schon sehr bemühen, um hier auch Edelstahlverbindungsstücke zu bekommen, sonst werden welche eingebaut, die u. a. Blei und Kupfer abgeben.
In manchen Ländern, wie z. B. den USA, enthält das Leitungswasser sogar die Gifte Chlor und Fluor.
Hier bietet der Markt verschiedene Wasserfilter an. Meiner hat z. B. einen Aktivkohlefilter und wandelt das Wasser gleichzeitig in antioxidativ wirkendes basisches Aktivwasser um. Aber je nachdem, was Sie suchen, gibt es hier verschiedene Möglichkeiten.
„Moment mal, haben wir Chlor nicht auch in Dampf- und Schwimmbädern?“ Ja und gesund ist das nicht. „Aber meine Zahnpasta enthält doch auch Fluor.“ Das ist Ihre Entscheidung. Wenn Sie nicht einen sehr giften Stoff (giftiger als Blei) täglich einnehmen möchten, dann kaufen Sie lieber eine Zahnpasta ohne Fluorid von einem Naturkosmetikhersteller. Fluor kann z. B. das Immunsystem schwächen und zu ernsten Funktionsstörungen der Schilddrüse führen.
Auch sonst sollten Sie bei Ihren Kosmetika und Körperpflegeprodukten oder Haarfärbemitteln auf die Inhaltsstoffe achten. Es gibt z. B. kaum Deodorants auf dem Markt, die kein Aluminium enthalten (Aluminium kann sich im Gehirn anreichern und z. B. Alzheimer verusachen). In Shampoos, Duschgels und Seifen finden sich Schaumbildner, Moschusverbindungen und abhängig machende Mineralöle (z. B. in Lippenstift und Cremes). Wie viel Chemie möchten Sie in Ihrem Körper haben?
Wenn Sie einmal die Rückseite Ihrer Körperpflege-Produkte betrachten, sollten u. a. folgende Stoffe nicht enthalten sein (ansonsten aus gesundheitlichen Gründen besser wegwerfen):
Diethanolamine (DEA) , Sodium Lauryl Sulfate (SLS), Sodium Laureth Sulfate (SLES), Diethylphthalat, LAS-Tenside, Oxybenzon (z. B. Benzophenone-3), Propylenglykol, Propylenglykol, Butylparaben, Methylparaben, Propylparaben.
Das sind u. a. Weichmacher, Feuchthaltemittel sowie potentiell organschädigende, allergene oder krebsauslösende Mittel.
Auch die Luft, die wir atmen, ist nicht mehr rein. Abgase und diverse andere Umweltgifte finden sich natürlich auch in der Luft wieder.
Rauchen und Passivrauchen ist hochgradig schädlich.
Eine Untersuchung der Deutschen Sporthochschule Köln hat gezeigt, dass es im Vergleich "gesünder" bzw. weniger schädlich ist, in der Kölner Innenstadt an den Hauptverkehrsringen zur Hauptverkehrszeit 45 Minuten lang zu joggen als eine einzige Zigarette zu rauchen. Durch die Zigarette werden mehr Schadstoffe eingeatmet...
Steigen Sie beim Tanken wieder in Ihr Auto ein oder bleiben Sie neben der Zapfsäule stehen? Studien haben die höhere Krebsrate von Menschen belegt, die an Tankstellen arbeiten.
Wenn Sie Teflon-Pfannen erhitzen, steigen gifte Dämpfe auf, die Krebs erzeugen können. Eisenpfannen und Glaskochtöpfe sind besser.
Und als wäre das noch nicht genug, gibt es ja noch die von vielen Flugzeugen versprühten Chemtrails am Himmel. Das sind die Flugzeugstreifen, die über 300 Toxine enthalten (z. B. Bakterien, Aluminium, Arsen, Barium, Cadmium, Chrom, Kupfer, Eisen, Mangan, Nickel, Zink sowie weitere Schwermetalle und Gifte). Sie lösen verschiedene Gesundheitsstörungen und Erkrankungen aus. Natürlich gelangen diese Stoffe auch auf die Erde und auch auf unser (Bio-) Gemüse. Warum werden die dann versprüht? Gute Frage, aber bestimmt nicht nur zur "Wetterkontrolle".
Haben Sie Amalgam oder Metalle im Körper? Ich kenne einen ganzheitlichen Zahn- und Umweltmediziner, der schon viele Menschen von ihren Leiden befreien konnte, nachdem er z. B. die metallenen Zahnimplantate durch metallfreie ausgetauscht hat.
Haben Sie wurzelbehandelte Zähne? Ihr Zahnarzt kann leider nicht alle Wurzelkanäle erwischen, so dass der Zahn weiterhin Leichengifte in ihren Körper abgeben kann.
Natürlich enthalten auch unsere Textilien, Spielzeuge und Möbel Gifte, denen wir permanent ausgesetzt sind.
Sie sehen also, dass die Chance äußerst gering ist, dass Ihr Körper nicht vergiftet ist. Die Frage ist nur, wie lange schon und bis zu welchem Grad?
Um den Vergiftungsgrad ihres Körpers deutlich zu reduzieren oder einzugrenzen kommen Sie kaum um regelmäßige Entgiftungsmaßnahmen herum.
Der Körper lagert Gifte im Fettgewebe ein. Das kann auch ein Grund dafür sein, dass viele Menschen trotz guter Ernährung und ausreichend Sport nicht richtig abnehmen. Der Körper möchte nicht, dass sich die Fettzellen verkleinern und somit die ganzen Giftstoffe in die Blutbahn geschwemmt werden.
Nach einer Körperentgiftung sind schon bei vielen Menschen die Pfunde endlich vom Leibe gepurzelt und die Gesundheit hat sich teilweise dramatisch verbessert.
Zu empfehlen sind zunächst folgende Entgiftungskuren:
  • Darmreinigung
  • Leber-/Gallenblasenreinigung
  • Nieren-/Blasenreinigung
  • Schwermetallentgiftung
  • Parasitenreinigung
  • Candida-Reinigung
  • Ganzkörperentgiftung

Für die Durchführung der Entgiftungskuren gibt es verschiedene Methoden. Suchen Sie im Internet oder wenden Sie sich an einen Arzt oder Heilpraktiker, der das anbietet.
Es wird einige Wochen und einiges an finanzieller Investition kosten, aber jede Reinigung wird Ihnen dabei helfen, sich besser zu fühlen und gesünder und widerstandsfähiger zu werden. Es lohnt sich wirklich!
Da wir umweltbedingt kaum an Giften vorbeikommen, sollten die Kuren idealerweise regelmäßig bzw. je nach Bedarf (z. B. jedes Jahr) wiederholt werden.
Hier kommen Sie zum Teil 3 dieser Artikelserie.

DIE HAUPTURSACHEN FÜR KRANKHEIT – TEIL 3 (NÄHRSTOFFMANGEL)

Überernährung bei gleichzeitigem Nährstoffmangel ist ein verbreitetes Phänomen in westlichen Zivilisationsländern. In Deutschland sind knapp 70 Prozent der Männer und gut 50 Prozent der Frauen übergewichtig. Die Tendenz ist vor allem in der jüngeren Bevölkerung steigend.
Sie essen also mehr als genug, nur nicht genügend von den Stoffen, die der Körper benötigt, um kerngesund und leistungsfähig zu sein (Vitamine, Mineralien, Enzyme, u. a.), weil sie mehr krankheitsfördernde als gesundheitsfördernde Nahrungsmittel konsumieren.
Nährstoffmangel kann auch ein Grund von Übergewicht sein. Die heutigen verarbeiteten Nahrungsmittel und Fertigprodukte enthalten zunehmend weniger Biovitalstoffe.
Individuelle Lebensumstände (z. B. Stillzeit, Krankheit, intensives Training) gehen meist mit einem erhöhten Bedarf an bestimmten Nährstoffen einher, die über die Nahrung ausgeglichen werden sollten.
Quelle: nu3.de/lexikon/naehrstoffmangel
Untersuchungen zeigen, dass der Körper bis zu 70 Prozent seiner Zellenergie verliert, bevor er krank wird. Solange versucht er, diesen Energieverlust mit verschiedenen Stoffwechselreaktionen auszugleichen. Das Immunsystem kann auf diese Weise nicht mehr ausreichend arbeiten.
Je nach mangelndem Nährstoff können verschiedene Regulationssysteme im Organismus nicht mehr oder nur noch eingeschränkt arbeiten.
Über eine individuell angepasste nährstoffreiche Ernährung in Kombination mit individuell angebrachten Entgiftungen (siehe Teil 2 dieser Artikelserie) können wir also sehr viel zur Gesunderhaltung oder Genesung, selbst von chronischen Erkrankungen wie z. B. Typ-2-Diabetes, Herzerkrankungen, Fibromyalgie, Multiple Sklerose, Colitis und vielen anderen beitragen.
Da jeder Mensch jedoch andere individuelle Bedürfnisse und Defizite hat, lassen sich nur schwer allgemeine Empfehlungen geben. Studien zeigen z. B., dass die meisten Deutschen zu geringe Vitamin D3-Spiegel im Blut haben. Aber ob Ihnen nun Omega-3-Fettsäuren, Vitamin E, Calcium, Magnesium oder sonstige Stoffe fehlen, lässt sich in diesem Artikel natürlich nicht einbringen.
Viele Bluthochdruckpatienten können z. B. ihre Werte deutlich senken, wenn sie mindestens zwei Wochen lang täglich ein bis zwei Gläser frisch gepressten Selleriesaft trinken. Sollte Ihnen der Geschmack nicht so zusagen, können Sie z. B. noch einen halben Apfel oder Möhren mitpressen.
Wenn Sie feststellen wollen, welche Lebensmittel für Sie persönlich die besten wären und welche Nährstoffe Sie zumindest für eine Zeit lang eventuell zusätzlich supplementieren sollten, um den Mangel besser ausgleichen zu können und dem Körper mehr Energie zu geben, bieten sich verschiedene Möglichkeiten an.
Hierzu zählen u. a. kinesiologische Untersuchungen, moderne Bio-Vital-Screenings mittels Speichelmessung, Blutuntersuchungen oder ausführliche mündliche Anamnesen wie sie zum Beispiel in der klinischen Psycho-Neuro-Immunologie durchgeführt werden. Doch es gibt noch viele weitere Möglichkeiten.
Dr. Theresa Dale aus Kaliforniern bringt z. B. schon siebenjährigen Kindern bei wie sie die für sie geeigneten Lebensmittel mit Hilfe eines Pendels bestimmen können.
Das mag für viele zunächst etwas zu esoterisch klingen, doch die Ergebnisse, die Dr. Dale u. a. durch ihre Detox-, Nährstoff- und Mentalbehandlungen an chronisch kranken Menschen erzielt, sind sehr beachtlich. Die Expertin für naturheilkundliche Heilmethoden bildet pro Jahr etwa 2000 Ärzte fort und ihre Studenten kommen aus der ganzen Welt. Sie hat sich auch selbst von folgenden vermeintlich „unheilbaren“ Erkrankungen geheilt: Gebärmutterkrebs, Tinea albicans (eine Hautpilzerkrankung) und radioaktive Verstrahlung durch Tschernobyl. Sie weiß also, wovon sie spricht und lebt es vor.
Um den Körper besser entgiften und mit reichlich Nährstoffen versorgen zu können, hat sich für viele Menschen zumindest zeitweise eine zu 75 bis 100 Prozent vegetarische Ernährungsform bewährt.
Es gibt viele verschiedene Ernährungsformen, die sich gesundheitsfördernd auswirken. Da aber jeder Mensch andere Bedürfnisse hat, helfen nur das Testen, Ausprobieren und die Zusammenarbeit mit erfahrenen Therapeuten.
Hier finden Sie ein paar vereinfachte Grundregeln für eine bessere Nährstoffversorgung, die sich in den meisten erfolgreichen Ernährungslehren wiederfinden:
  • Unsere Lebensmittel sollten bei der Inhaltsangabe so viele Wörter stehen haben, wie z. B. frisches Gemüse aus dem Garten, frisch gefangener Fisch, frisch gesammelte Beeren oder frisches Bergquellwasser.
  • Konsumieren Sie also vor allem Lebensmittel, die keine Verpackung oder eine Inhaltsangabe haben, weil sie weitestgehend im Naturzustand gekauft werden. Selbst anbauen wäre sicher noch besser.
  • Essen Sie reichlich frisches Gemüse und frisches Obst, aber mehr Gemüse.
  • Trinken Sie täglich etwa 0,03 Liter Wasser pro Kilogramm Körpergewicht am Tag (bei 70 Kilogramm wären das 2,1 Liter täglich).
  • Hören Sie bei der Nahrungsauswahl mehr auf Ihr Bauchgefühl und weniger auf Ihren Kopf.
  • Genügend Vitamin D3 bekommen Sie weder über die Nahrung, noch über die Sonne, wenn Sie nicht den größten Teil des Jahres in Badekleidung am Mittelmeer verbringen. Hier könnte die Supplementierung eine Überlegung wert sein, zumal Vitamin D eine wichtige Rolle bei den stetig zunehmenden Depressionen spielt.
  • Ob Sie Fleisch, Fisch und Eier essen wollen, hängt u. a. von Ihrer Glaubensrichtung und Einstellung ab. Doch auch hier sollten Sie offen sein und sich umfangreich informieren, wenn Sie Alternativen suchen.
  • Die Anschaffung eines guten Entsafters zur Herstellung von frischen Obst- und Gemüsesäften oder -Smoothies ist zu empfehlen, da hier viele Nährstoffdefizite auf natürliche Weise ausgeglichen werden können. Ein normales Küchenmixgerät (Zentrifuge) ist hierfür nicht geeignet. Moderne Entsafter (z. B. in der Art der Modelle „Green Power“, „Green Star“ o. ä.) trennen den Saft vom Mark bzw. Fruchtfleisch, entsaften sehr schonend und sorgen für eine hohe Nährstoffdichte im Saft.
  • Trinken Sie vor allem viel Saft von grünem Gemüse und dunklen Beeren. Hierfür können Sie z. B. auch Tiefgefrorenes wie Beerenmischung, Spinat oder Kohl verwenden.
  • Regelmäßiges Fasten gleicht zwar keinen Nährstoffmangel aus, hilft dem Körper aber bei der Entgiftung und der Regeneration.
  • Zur Not oder bei Bedarf nehmen Sie noch ein natürliches Nahrungsergänzungsmittel als Basissupplement, das sämtliche Vitamine und Mineralien enthält. Es sollte aus natürlichen Stoffen hergestellt sein und eine hohe Bioverfügbarkeit aufweisen (also auch gut vom Körper aufgenommen werden können, was bei vielen günstigeren Produkten nicht der Fall ist). Fragen Sie am besten einen Arzt oder Therapeuten, welche Supplemente er aufgrund vorhandener Studien und seiner guten Erfahrungen empfehlen kann und machen Sie vorher und nachher entsprechende Tests zur Kontrolle.

Eine individuelle Bedarfsanalyse, wie oben empfohlen, ist jedoch sicher der bessere Weg.
Ein Ausgleich von Nährstoffmangel kann binnen Tagen oder Wochen, aber auch erst langsam Erfolge zeigen. Chronische Erkrankungen entwickeln sich über Jahre und Jahrzehnte, da sollten wir nicht erwarten, binnen kurzer Zeit gesund zu werden. Es kann Monate dauern, doch es lohnt sich, wenn Sie geduldig bleiben.
Auch hier gilt die Regel: Machen Sie kontinuierlich und regelmäßig (praktisch täglich) die richtigen Dinge lange genug und Sie werden die Ergebnisse sehen oder spüren.
Die Erfahrung zeigt, dass Sie schon sehr bald mehr Vitalität spüren werden und widerstandfähiger sind, sobald Sie Ihre Ernährung nach den oben gemachten Empfehlungen ausrichten und Nährstoffmängel ausgleichen.
Hier kommen Sie zu den anderen veröffentlichten Artikeln dieser Serie:

DIE HAUPTURSACHEN FÜR KRANKHEIT – TEIL 4 (BEWEGUNGSMANGEL)

Der Körper ist von Natur aus auf Bewegung angewiesen. Früher mussten unsere Vorfahren einen Großteil des Tages mit der Nahrungssuche verbringen um nicht zu verhungern. Doch das hat sich dramatisch verändert.
Heute können wir vom Sofa aus einen Bestellservice anrufen, welcher das Essen bis an die Wohnungstür bringt. Mit einer netten Person im Haus könnten wir uns dann das Essen sogar noch von der Wohnungstür zum Sofa bringen lassen...
Unser Organismus spart Energie, wann immer er kann. Deshalb lässt er alle Funktionen und Strukturen verkümmern, die nicht regelmäßig genutzt werden. Dazu gehören z. B. sämtliche Gewebe wie Muskeln, Sehnen, Bänder, Knorpel, Faszien, Knochen oder Organfunktionen (z. B. Herz, Lunge, Leber).
Bis zum Beginn der industriellen Revolution waren die Menschen täglich durchschnittlich 10 bis 12 Stunden körperlich aktiv. Heute sind es nur noch 25 Minuten, also etwa 9,5 bis 11,5 Stunden weniger.
Wir sind heute also gezwungen körperliche Aktivität bewusst in unseren Alltag einzubauen (Eintrag in den Terminkalender!) oder sie durch gezieltes Training künstlich zu erschaffen. Sonst bekommen wir zunehmend körperliche Beschwerden und werden krank.

Die gravierenden Folgen der Trägheit
Jährlich sterben etwa zwei Millionen Menschen an den Folgen ihrer körperlichen Trägheit.
Die Deutschen gehören zu den schwersten und bewegungsfaulsten Menschen in Europa.
Von den lediglich 25 Prozent der Deutschen, die regelmäßig Sport treiben, erreichen 87 Prozent nicht das Maß an körperlicher Aktivität, das von den führenden Fachorganisationen empfohlen wird, um eine wünschenswerte Gesundheitsvorsorge zu gewährleisten.
Fast die Hälfte der Deutschen verzichtet ganz auf ein regelmäßiges körperliches Training.
Bewegungsmangel ist der Hauptrisikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen.
Er erhöht das Risiko für eine koronare Herzerkrankung (KHK) um bis zu 90 Prozent, wie eine Auswertung von 70 Studien durch Prof. Löllgen zeigte (2002/2003). Diese Risikoerhöhung war unabhängig von Begleitfaktoren wie z. B. Übergewicht, Rauchen oder Bluthochdruck festzustellen. Selbst wenn Sie also sonst keinen der bekannten Risikofaktoren haben, erhöht sich Ihr KHK-Risiko um bis zu 90 Prozent, wenn Sie sich nicht ausreichend bewegen.
Auch bei der Entstehung von Osteoporose, Stoffwechselerkrankungen (z. B. Typ-2-Diabetes), Rücken- und Gelenkbeschwerden (z. B. Arthrose) spielt Bewegungsmangel eine große Rolle.
Mit dem Bewegungsmangel schwindet unsere Muskulatur, was unter anderem auch den Testosteronspiegel sinken lässt. Ein Androgenmangel im Alter von unter 45 Jahren lässt das Alzheimerrisiko um den Faktor 80 steigen.
Wer nur dreimal pro Woche eine Stunde flott spazieren geht, hat im Alter deutlich mehr graue Hirnsubstanz und weniger Hirnatrophie.
Bei Depressionen gehören tägliche Spaziergänge von etwa 60 Minuten Dauer in der Natur mit dem Blick auf den Horizont gerichtet zu den besten Interventionen.
Im Bauch der Mutter ist Bewegung der einzige Reiz, der das Gehirn des Fötus wachsen lässt. Bewegung im Kindesalter kann hinsichtlich der körperlichen und geistigen Kindesentwicklung durch nichts ersetzt werden.
Eine Untersuchung an 45.000 deutschen Jugendlichen im Alter von durchschnittlich 15 Jahren hat gezeigt, dass der tägliche Medienkonsum (Computer, Fernseher) bei ca. 6,5 Stunden pro Tag liegt.
Der durchschnittliche Fernsehkonsum der deutschen Erwachsenen liegt bei 4 Stunden pro Tag.
43 Prozent der deutschen Schulkinder können keine tiefe Hockposition mehr mit den Fersen am Boden einnehmen.
Über 50 Prozent der deutschen Schulkinder können keine Rolle vorwärts mehr durchführen.
43 Prozent der deutschen Schulkinder kommen bei Rumpfbeugen nicht mehr mit den Fingern zum Boden.
80 Prozent der deutschen Schulkinder können nicht mehr rückwärts balancieren.
Die Schulsportleistungen deutscher Grundschüler gehen beim 50m-Lauf, beim Weitsprung und beim Weitwurf kontinuierlich deutlich zurück.
Dabei wird mindestens 23 Prozent der schulischen Leistung durch die körperliche Fitness bestimmt, wie Untersuchungen gezeigt haben.
Auch bis ins hohe Alter hinein entwickelt nichts das Gehirn so gut wie regelmäßige und vielfältige Bewegung. Da kann das Lösen von Kreuzworträtseln nicht ansatzweise mithalten.
Die Krankheitsstatistiken und Patientenzahlen diverser Erkrankungsbilder in Deutschland sind katastrophal. Das damit verbundene körperliche und seelische Leid ist groß, aber weitestgehend vermeidbar.
Mehr Bewegung allein kann sehr viel zur Vorbeugung und Therapie verschiedenster Krankheitsbilder beitragen und das allgemeine Wohlbefinden in der Bevölkerung deutlich erhöhen.
Richtig dosiertes, gezieltes körperliches Training kann noch bessere Ergebnisse in kürzerer Zeit und mit einem geringeren Zeitaufwand pro Trainingseinheit erzielen.

Körperliche Aktivität als effektives Medikament
Richtig dosiertes körperliches Training wirkt mindestens genauso gut wie eine Vielzahl von Medikamenten, nur dass es keine unerwünschten Nebenwirkungen hat und in der Regel weniger kostet.
Eine große Zwillingsstudie hat 2008 gezeigt, dass die körperlich aktivsten Zwillinge im Vergleich zu ihren faulen eineiigen Geschwistern eine um 10 Jahre höhere Lebenserwartung hatten, unabhängig von Begleitfaktoren wie Rauchen oder Übergewicht. Nur das höhere Ausmaß an körperlicher Aktivität hat dies bewirkt.
2007 hat eine Gruppe von über 65-Jährigen durch ein zweimaliges Krafttraining pro Woche nach nur sechs Monaten den genetischen Fingerabdruck verjüngt und den Alterungsprozess der Mitochondrien (Zellkraftwerke) rückgängig gemacht.
In einer Untersuchung der American Heart Association konnten fast 50 Prozent der Probanden nach nur vier Monaten Intervalltraining auf dem Radergometer (3 x 40 min/Woche, inkl. 10 min Warm-up und 5 min Cool-down) von der Diagnose "Metabolisches Syndrom" (auch "das tödliche Quartett" genannt) freigesprochen werden (Tjonna et al., 2008).
Die Lungenfunktion hat die höchste Vorhersagekraft bezüglich einer vorzeitigen Sterblichkeit und zwar unabhängig der Erkrankungsart. Dies zeigt u. a. die Framingham Studie, eine der wichtigsten Langzeituntersuchungen, die schon über 60 Jahre andauert und als die Geburtsstunde der Präventivmedizin gilt.
Wenn wir nichts tun, "schrumpfen" unsere Lungen. Mit 50 Jahren hat man bereits 40 Prozent seiner Lungenfunktion verloren, mit 80 sind es über 60 Prozent. Klassisches, moderates Ausdauertraining bringt hier gar nichts, nur intensives Intervalltraining und Kraftausdauertraining verbessern unsere Lungenfunktion und halten uns jung, gesund und leistungsfähig. Das funktioniert auch noch rückwirkend.
Der Verlust des Lungenvolumens erhöht das Risiko für einen Hirninfarkt um über 30 Prozent und das eines tödlichen Hirninfarkts um 200 Prozent (Lee et al., 1995).
Je höher der individuelle Fitnessgrad ist, desto größer ist auch die gesundheitliche Prognose und desto geringer das Risiko vorzeitig zu versterben. Das gilt natürlich auch umgekehrt, wie mehrere Metastudien gezeigt haben.

Es führt kein Weg dran vorbei: Wir müssen uns mehr bewegen.
Jede Minute und jeder Schritt mehr pro Tag zählen. Wer schnellere und deutlichere Ergebnisse mit geringerem Zeitaufwand haben möchte, muss raus aus der Komfortzone und ein strukturiertes Training starten, wie es in diesem Blog in den Beiträgen der Kategorie „Training“ zu finden ist.
Dabei ist es möglich, jede Person dort abzuholen, wo sie gerade mit ihrem individuellen Fitness-Level steht.
Wenn Sie keinen guten Trainer in der Nähe kennen, könnten meine Produkte (Bücher, DVDs) oder unsere Seminare vielleicht interessant für Sie sein, denn da lernen Sie, wie Sie sich selbst helfen können.
Hier kommen Sie zu den anderen Teilen dieser Artikelserie: