Donnerstag, 18. Juni 2015

Aspirin - Die Acetylsalicylsäure Wirkung, Nebenwirkungen, Dosierung, Studien und Wechselwirkungen

http://www.naturheilt.com/medikamente/acetylsaliclsaeure.html

Aspirin - Die Acetylsalicylsäure

Wirkung, Nebenwirkungen, Dosierung, Studien und Wechselwirkungen

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber
René Gräber
Aspirin ist den meisten als Schmerzmittel bekannt. Der Wirkstoff in Aspirin ist die Acetysalcylsäure - kurz "ASS" genannt. Der Begriff Aspirin ist der Handelsname, unter dem die Firma Bayer das Mittel anbietet.
Aber die Acetylsalicylsäure findet sich auch in einer Vielzahl anderer Präparate wieder. Die gebräuchlichsten Handelsnamen sind neben Aspirin: Togal und Godamed oder einfach nur ASS, wie zum Beispiel ASS ratiopharm. Bisher sind die verschiedenen Darreichungsformen und Dosierungen frei verkäuflich, eine Rezeptpflicht für stärker wirkende Präparate wird jedoch diskutiert, da der Wirkstoff eine Reihe von Nebenwirkungen aufweist.
Die der Gruppe der Salicylsäure-Derivate zugehörigeAcetylsalicylsäure (ASS) ist eins der meistverwendeten nicht-opioiden Schmerzmittel auf dem Markt weltweit. Der Wirkstoff weist eine allgemein gute Verträglichkeit auf.
ASS ist antipyretisch (fiebersenkend) sowie antiphlogistisch (entzündungshemmend) und fungiert daneben als wichtigster Thrombozytenaggregationshemmer.
Neben den üblichen Darreichungsformen wie Tabletten, Brausetabletten, Zäpfchen (Suppositorien) und Injektions- bzw. Infusionslösungen wird der Wirkstoff auch in einer gut wasserlöslichen Form (Handelsname Aspisol, als L-Lysin) zur intravenösen sowie oralen Anwendung angeboten.

Allgemeine Anwendungsgebiete und Wirkungen von ASS

Die Acetylsalicylsäure wird eingesetzt bei leichten bis mäßigenSchmerzempfindungen (z.B. Kopfschmerzen,Zahnschmerzen und Regelschmerzen), zur Senkung von erhöhten Körpertemperaturen - Fieber (z.B. im Rahmen einesgrippalen Infekts) sowie als Kombinationspräparat bei der Behandlung von Migräne.
Aber es gibt noch andere weniger bekannte Anwendungsgebiete:
Im Tierversuch hemmt Aspirin das Tumorwachstum.(3) Beim Menschen kann es das Risiko an Krebs zu erkranken oder an einer Krebserkrankung zu sterben senken, wie eine Untersuchung an Frauen nach der Menopause zeigte.(4)
Aber vor allem der schützende Effekt einer niedrigen Dosis Aspirin (75 bis 100 Milligramm täglich) auf Krankheiten wie Gefäßverschluss bis hin zum Herzinfarkt oder Hirnschlag, Angina, Arterienerkrankungen oder Herzflimmern ist gut belegt und wird als schützende Langzeitbehandlung von Patienten verwendet, die einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine transitorische ischämische Attacke erlitten haben.(5) Als Hemmer der Thrombozytenaggregation (verhindert das Verklumpen von Blutplättchen) soll es einemSchlaganfall vorbeugen und die Verstopfung feiner Gefäße im Bereich des Herzens (Herzkranzgefäße) vermeiden.
Solche Patienten bekommen allerdings immer mehrere Mittel verordnet und genau damit können gravierende Probleme beginnen. Mehr dazu weiter unten unter dem Punkt: Wechselwirkungen.
Schauen wir einmal, was mit der Acetylsalicylsäure im Körper passiert:
Nach der Aufnahme in den Organismus wird der Wirkstoff rasch resorbiert und zu einem hohen Prozentsatz in derLeber umgewandelt. Acetylsalicylsäure weist eine kurze Plasmahalbwertszeit von ca. fünfzehn Minuten auf (das wegen seiner vielen Nebenwirkungen nicht mehr verwendete Salicylat dagegen eine Zeit von bis zu drei Stunden). Nach der Umwandlung in der Leber erfolgt die Ausscheidung über das Nierensystem.
Bis Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts wusste man gar nicht, warum Aspirin eigentlich wirkt - dennoch wurde es fleißig genommen und verordnet. Ich erwähne dies nur mal am Rand, weil es bei der Homöopathie letztlich auch noch nicht genau bekannt ist, warum diese wirkt.
Nun, bei Aspirin wissen wir es nun allerdings: Die Acetylsalicylsäure heftet sich an ein Enzym, welches Prostaglandine herstellt. Diese Prostaglandine spielen eine Rolle bei der Regulation der Blutgerinnung und bei Entzündungen. Durch die Anlagerung verhindert die Acetylsalicylsäure die Bildung von Prostaglandinen. Dadurch sind Entzündungen seltener. Das lindert den Schmerz.
Je nach Verwendung ist die Dosierung des Wirkstoffs unterschiedlich. Zur Senkung von Fieber oder zur Linderung vonSchmerzen werden in der Regel 500 bis 1000 mg pro Tag verordnet. Zur Aufrechterhaltung einer regelhaften Blutzirkulation reichen bereits Dosen von 100 bis 300 mg pro Tag aus. Insgesamt sollte die Tageshöchstmenge von drei Gramm nicht überschritten werden, um unkalkulierbare Nebenwirkungen zu vermeiden.
Schauen wir uns einmal die gängigen und bekannteren, auch in niedrigerer Dosierung auftretenden Nebenwirkungen an.

Nebenwirkungen die auftreten können

Bei Verwendung als Thrombozytenaggregationshemmer liegt die tägliche Dosierung bei bis zu 300 mg. Gängig sind eher 75 bis 100mg. Durch die langandauernde Einnahme kann es vor allem zu Beschwerden im Magen-Darm-Trakt (z.B. Sodbrennen,ÜbelkeitErbrechenBauchschmerzenDurchfälle, Mikroblutungen der Schleimhaut) kommen. Das ist auch allgemein bekannt.
Eine Verwendung höher dosierter Präparate kann die Entstehung von SchwindelÜbelkeitErbrechenOhrensausen (Tinnitus) sowie schweren gastrointestinalen Blutungen (durch Geschwüren, die zu einem Durchbruch führen).
Vor allem die Blutungen der Magenschleimhaut können schwerwiegende Folgen haben. Immer wieder kommt es zu Todesfällen. Geschwüre und krankhafte Veränderungen des Darmes, die in Folge des Aspirinkonsums entstehen können, führen teilweise zu langwierigen Krankenhausaufenthalten und ebenfalls zu folgenreichen Komplikationen.
Erste Blutungen im Verdauungstrakt zeigen sich oftmals bereits nach zweiwöchiger Einnahme von Aspirin. Auch scheint ein enger Zusammenhang zwischen der Einnahme von Acetysalcylsäure und der Entstehung von grauem Star oder einem Hörverlust zu bestehen.
In seltenen Fällen zeigen sich allergische Reaktionen (z.B. durch Rötungen, Schwellungen oder auch Pustelbildungen auf der Hautoberfläche), Atemprobleme, ein Blutdruckabfall,Nasenbluten oder Zahnfleischbluten sowie die Beeinträchtigung von Leberfunktionen und Nierenfunktion bis hin zu einemvollständigen Nierenversagen.
Untersuchungen gehen ebenfalls davon aus, dass durch die Einnahme von ASS-Präparaten die Brustkrebsrate bei Frauen erhöht wird.
Bedingt durch die gehemmte Verklumpung der Blutplättchenverlängert sich die Blutungszeit bei (inneren und äußeren)Wunden, eine Anämie (Blutarmut, z.B. Eisenmangel-Anämie) ist möglich.
Insgesamt wird die Einnahme von Aspirin und anderen ASS-Medikamenten mit 51 verschiedenen Krankheiten in Zusammenhang gebracht (www.greenmedinfo.com/toxic-ingredient/aspirin).
Acetylsalicylsäure wird gerne gegen Kopfschmerzengenommen. Der Missbrauch kann jedoch einen gegenteiligen Effekt verursachen, der zu einem gesteigerten Schmerzempfinden führt. Daneben sollte der Wirkstoff nicht in Kombination mit Alkohol eingenommen werden, da sich hierdurch die Wirkung drastisch erhöht und die Gefahr einer Geschwürbildung besteht.
Die Einnahme in Kombination mit anderen Medikamenten sollte immer ärztlich abgeklärt werden. Vielfach kann es zu einer Verstärkung der verschiedenen Wirkstoffe kommen, zum Teil sind diese aber auch gesenkt oder sogar vollständig gelöscht (z.B. hebt die Einnahme des Wirkstoffs Ibuprofen die blutverdünnende Wirkung der Acetylsalicylsäure auf).
In einigen Fällen ist die Einnahme acetylsalicylsäurehaltiger Medikamente überhaupt nicht angebracht und sollte vorher medizinisch abgeklärt werden. Dies betrifft im Besonderen die Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff, bereits vorhandene Geschwüre im Magen-Darm-Trakt, Erkrankungen der Blutgerinnung sowie Leberschäden und Nierenschäden.
Vor Operationen muss das Medikament abgesetzt werden, um die Blutungszeit wieder zu normalisieren. Bei Verwendung von Methotrexat (unter anderem Chemotherapeutikum, Antirheumatikum) ist von der Einnahme abzuraten. Eine bestehende Schwangerschaft sollte bereits über das erste Tertiär fortgeschritten sein, um ungewollte Schäden am Ungeborenen zu vermeiden.

ASS zur "Blutverdünnung" und Prophylaxe nach einem Herzinfarkt?

Eine Medikation mit Aspirin oder anderen Mitteln ist nicht immer harmlos, vor allem dann nicht, wenn man mehrere verschiedene Medikamente einnimmt, aber dazu später noch etwas mehr.
In Kombination mit Mitteln, die bei Bluthochdruck oder Gefäßerkrankungen eingesetzt werden, können sich möglicherweise gefährliche Wechselwirkungen ergeben. Acetylsalicylsäure (ASS, Handelsname unter anderem "Aspirin"), wird jedoch oft als Ergänzung mit Blutdrucksenkern nach einem Herzinfarkt gegeben. Eine kontroverse Diskussion um mögliche, gefährliche Wechselwirkungen und das Risiko ernster Nebenwirkungen bei bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen wird seit vielen Jahren lebhaft geführt, ohne dass bislang eine eindeutige Lösung gefunden wurde.
ACE-Hemmer gehören zu den Medikamenten, die manche Herzkranke einnehmen sollen und die häufig mit Aspirin kombiniert werden. Das Enzym ACE (Angiotensin-konvertierendes Enzym) stellt das Hormon Angiotensin II aus seiner Vorstufe her. Dieses Hormon wirkt gefäßverengend und erhöht dadurch den Blutdruck. Zur Behandlung des Bluthochdruckes (Hypertonie) oder einer chronischen Herzinsuffizienz werden daher ACE-Hemmer eingesetzt, die das Enzym inaktivieren. Der Wirkstoff, der zuerst in Schlangengift entdeckt wurde, gehört heute in Deutschland zu den umsatzstärksten Arzneimitteln. Auch nach einem Herzinfarkt wird Patienten oft ein ACE-Hemmer, teilweise in Kombination mit Aspirin gegeben. Schon früh wurden Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten bekannt. So verstärken ACE-Hemmer die Wirkung von Immunsuppressiva und schwächen die Wirkung von Antidiabetika. Daneben existieren Hinweise, dass auch die Kombination mit Aspirin zu unerwünschten Nebenwirkungen führt. Eine Studie versuchte 2001 diese Wechselwirkung zu beurteilen. Die Forscher um den Kardiologen Dr. John G. F. Cleland kamen zu dem Ergebnis, dass in den kritischen ersten fünf Wochen nach dem Infarkt beide Medikamente gegeben werden sollten, da sich dies positiv auf die Gesundheit des Patienten auswirkte, während es in dieser Zeitspanne nicht zu Wechselwirkungen kam. Trotz ungesicherter Sachlage wird in der Studie empfohlen, Aspirin nach dieser Phase wegen möglicher Risiken abzusetzen.(6)
Ein Jahr später veröffentlichte Cleland einen Fachartikel, in dem er aufzeigte, dass Aspirin nicht zur Therapie nach Herzinfarkten geeignet sei. Er begründete dies unter anderem damit, dass die Wirkung als Hemmer der Thrombozytenaggregation gar nicht so effektiv und sicher sei, wie weitläufig angenommen. Außerdem kommt Cleland nach Durchsicht aller größeren Langzeitstudien zu dem Schluss, dass die Gabe von Aspirin nach einem Herzinfarkt die Sterblichkeitsrate nicht verbessere. Am wichtigsten scheint aber folgende Aussage des Fachartikels: Aspirin verringert zwar das Auftreten kleinerer Gefäßerkrankungen, doch dafür sind die plötzlichen tödlichen Ereignisse nach der Einnahme des Medikaments erhöht. Der Wissenschaftler geht davon aus, dass Aspirin die Entwicklung von Herzerkrankungen verändert, ohne vor ihnen zu schützen. So bleiben möglicherweise durch die Einnahme des Wirkstoffs verschiedene Krankheiten unentdeckt, weil sie von dem Medikament kaschiert werden. Aber ganz unerwartet und plötzlich nehmen sie einen fatalen Ausgang.(23)
Dass die Acetylsalicysäure bei manchen Patienten überhaupt nicht wirkt, ist vielen Patienten auch nicht bewusst. In Fachkreisen spricht man in diesem Zusammenhang bereits von einer "Aspirin-Resistenz".Das Problem ist bereits seit einigen Jahren bekannt. 2014 konnten Forscher zeigen, dass etwa 20 Prozent aller Menschen von Aspirin-Resistenz betroffen sind. Circa 41 Prozent von diesen erleiden einen Herzinfarkt, den wiederum etwa sechs Prozent nicht überleben. Wissenschaftler des Biotech-Unternehmens Randox konnten jedoch einen einfachen Urintest entwickeln, mit sich eine Aspirin-Resistenz nachweisen lässt. Nach einer Testphase am Londoner St. Georges Hospital raten die Ärzte dazu, diesen bei jedem Patienten vor dem Verschreiben von Aspirin anzuwenden. Aber auch diese "Tests" sind zum Teil umstritten. Bereits 2008 ging das von mir geschätzte Arzneimittel-Telegramm auf diese Problemlage mit den Test und der Resistenz ein.(28)
Eine niederländische Studie untersuchte die Wirkung des ACE-Hemmers Captopril in Kombination mit einer niedrigen Dosis Aspirin (≤ 100 mg täglich) und fand im Zeitraum von einem Jahr nach dem Infarkt keine Schwächung der Wirkung von Captopril. Unabhängig davon reduzierte das Aspirin die Ausdehnung der linksventrikulären Herzkammer.(7) Studien mit anderen ACE-Hemmern zeigten dagegen, dass Aspirin deren Wirkung abschwächen kann, zum Beispiel bei Enalapril, so dass man im Einzelfall gründlich abwägen muss.(8) Doch die Gabe beider Medikamente, ACE-Hemmer und Aspirin, bei Herzkrankheiten hat sich als erfolgreich und weitgehend sicher erwiesen und sich in vielen Kliniken durchgesetzt. Eine israelische Studie an über 11.000 Patienten über fünf Jahre konnte zudem belegen, dass die Gabe von ACE-Hemmern zusammen mit Aspirin mit einer geringeren Mortalität der Patienten einhergeht als die Verabreichung der Hemmer allein. Daher wird von den israelischen Kardiologen empfohlen, auch weiterhin beide Medikamente zu kombinieren.(9) Eine amerikanische Studie aus dem Jahr 2003 unterstützt die Annahme, dass die Verwendung beider Medikamente zusammen bei Herzproblemen sicher ist. Die Dosis an Aspirin wird dabei nicht angegeben und eine unterschiedliche Mortalitätsrate konnte nicht bestätigt werden.(10)
Doch viele neuere Studien schränken den Optimismus früherer Untersuchungen wieder ein und zeigen auf, dass nicht nur Aspirin, sondern auch andere nichtsteroidale Antirheumatika ein Gesundheitsrisiko insbesondere für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen darstellen könnten. Zu den nichtsteroidalen Antirheumatika gehören frei erhältliche Schmerzmittel wie Aspirin, Ibuprofen oder Naproxen oder das verschreibungspflichtige Diclofenac.
Die häufige Einnahme von nichtsteroidalen Antirheumatika (≥ 22 Tage im Monat) erhöht das Risiko cardiovasculärer Erkrankungen um den Faktor 1,44 und die Einnahme von mehr als 15 Tabletten pro Woche sogar um den Faktor 1,86, wie eine Studie an über 70.000 Frauen über zwölf Jahre zeigte.(11)
Eine dänische Studie zeigte 2006, dass täglich eingenommene, hohe Dosen von 1200 Milligramm Ibuprofen oder 100 Milligramm Diclofenac das Risiko eines neuen Infarktes oder Todes von Patienten nach einem Herzinfarkt erhöht. Während eine geringere Dosis Ibuprofen das Risiko senkt, verdoppelt die hohe Dosis es. Bei Diclofenac unterscheidet sich das relative Risiko von dem der Vergleichsgruppe sogar um den Faktor vier. Die Auswirkung einer Aspirin-Einnahme wurde nicht untersucht.(12)
2008 wurde in Dänemark eine Studie an über 58.000 Patienten durchgeführt, die einen Herzinfarkt erlitten hatten. Die Auswertung ergab, dass das Mortalitätsrisiko sich durch die Einnahme von nichtsteroidalen Antirheumatika dosisabhängig erhöht. Zudem ergaben sich Hinweise, dass auch das Risiko eines Folgeinfarktes durch die Einnahme der Antirheumatika steigen könnte. Die Forscher raten daher zu besonderer Sorgfalt bei der Medikation von Patienten nach einem Herzinfarkt.(13)
Auch eine aktuelle Studie aus den USA wirft neue Fragen nach der Sicherheit von Medikamenten wie Aspirin bei Bluthochdruck und Erkrankungen der Herzkranzgefäße auf. Laut der 2011 veröffentlichten Studie erhöht die regelmäßige Einnahme von nichtsteroidalen Antirheumatika das Risiko von Infarkt, Schlaganfall oder Tod um 47 Prozent. Für die Studie wurden über 20.000 Patienten mit Bluthochdruck oder Erkrankungen der Herzkranzgefäße befragt und verzeichnet, wie viele in den 2,7 Jahren der Studienlaufzeit einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder den Tod erlitten. Doch birgt eine Untersuchung aufgrund von Patientenaussagen immer ein Risiko an Unwägbarkeiten und Fehlern. Zudem beklagen die Forscher, dass die Sachlage in dieser Frage immer noch nicht ausreichend geklärt ist und erst wenige Daten dazu vorliegen. Mehr noch, die bisher durchgeführten Studien widersprechen sich oft oder lassen kritische Werte, wie den Blutdruck außer Acht. Auch in dieser Untersuchung wurden wichtige Informationen wie die Art und Dosierung der Antirheumatika nicht miteinbezogen.(14) Dabei kann beides für das Risiko ernster Nebenwirkungen ausschlaggebend sein.
Eine ebenfalls 2011 veröffentlichte Studie aus Madrid wies im Gegensatz zur US-Studie nach, dass die Einnahme von Aspirin in niedriger Dosierung (≤ 300 mg täglich) sicher ist. Wird das Aspirin abgesetzt, erhöht sich die Gefahr eines Herzinfarktes sogar wieder, so die Forscher.(15)
Auch die Art des Antirheumatikums ist für das Risiko von schweren Nebenwirkungen wichtig. Naproxen kann für Menschen mit cardiovaskulären Krankheiten eine bessere Wahl sein als viele andere Mittel, wie 2009 in einer Untersuchung an über 48.000 Patienten gezeigt wurde. Es erwies sich als deutlich sicherer als die ebenfalls untersuchten Wirkstoffe Diclofenac, Ibuprofen, Celecoxib und Rofecoxib.(16)
Auch nach Sichtung verschiedener Studien wurde Naproxen neben Ibuprofen in einem Review als sicher eingestuft.(17) Doch konnte diese Einstufung für Ibuprofen nicht gehalten werden. So erhöht Ibuprofen bei wiederholter Einnahme den Blutdruck, was bei Bluthochdruck-Patienten ein Risiko darstellt, oder verursacht Bluthochdruck bei Gesunden.(18)
In einer aktuellen Meta-Analyse von Patienten- und Forschungsdaten von über 100.000 Patienten erwies sich das Mittel außerdem als das mit dem höchsten Risiko für Schlaganfälle. Untersucht wurden die Wirkstoffe Naproxen, Ibuprofen, Diclofenac, Celecoxib, Etoricoxib, Rofecoxib sowie Lumiracoxib. Auch hier schnitt Naproxen mit dem niedrigsten Risiko am besten ab. Doch obwohl die Studie groß angelegt war und zahlreiche Daten verarbeitet wurden, wollen die Wissenschaftler sich nicht mit Sicherheit auf das Gefahrenpotential der Medikamente festlegen. Trotz Unsicherheiten wollten sie keins der Mittel als „sicher“ für Herz-Kreislauf-Erkrankungen einstufen und empfehlen, immer das cardiovaskuläre Risiko des Einzelnen zu betrachten, wenn man eins dieser Medikamente verschreibt.(19)
Patienten sollten verschiedene Antirheumatika zudem nicht gleichzeitig einnehmen. Zwar ist auch hier die Sachlage nicht endgültig geklärt, doch zeigen mehrere Studien, dass sich das Risiko eines Folgeinfarktes oder Todes erhöhen kann, wenn Aspirin und Ibuprofen zusammen eingenommen werden.(20)(21) In einer anderen Untersuchung konnte das erhöhte Risiko dagegen nicht bestätigt werden.(22)
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ASS-Einnahme für Diabetes-Patienten?

Vor allem Patienten, die an chronischen Erkrankungen leiden, sollten bei der Einnahme von Medikamenten immer vorsichtig sein. So weisen mehrere Studien darauf hin, dass Aspirin beispielsweise bei Diabetes-Patienten keinerlei schützende Wirkung vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen zeigt.
Eine Studie aus dem Jahr 2009 verdeutlicht, dass KEIN klarer Hinweis darauf zu finden ist, ob Aspirin vor Gefäßerkrankungen bei Diabetikern schützen kann. Die Ergebnisse innerhalb der Studie waren bei Männern und Frauen recht unterschiedlich, aber bei keinem Geschlecht war ein klarer Nutzen des Medikaments sichtbar. (24)
Zu dem gleichen Ergebnis kam eine schwedische Studie aus demselben Jahr. Die Autoren stellten aber noch dazu fest, dass es teilweise bei den Patienten zu schwerwiegenden Blutungen gekommen war. (25)

Augenprobleme und Erblindung

Wem das alles noch reicht, es geht noch besser. Es sind gerade die älteren Leute, die ermutigt werden, Aspirin zu nehmen. Die Vielzahl der Empfehlungen hier aufzuführen erspare ich mir lieber.
Allerdings gibt es weitere Berichte, die gezeigt haben, dass ASS für unerwartete Schlaganfälle bei älteren Leuten verantwortlich gemacht werden kann. Und weil eine schlechte Nachricht selten alleine kommt, gibt es auch schon die Zweite: Eine neue Studie konnte zeigen, dass Aspirin Augenprobleme und sogar Erblindung bei älteren Leuten verursachen kann.
Hier steht die sogenannte altersbedingteMakuladegeneration im Vordergrund, die eine „beliebte“ Erkrankung im Alter darstellt. Sie ist der Hauptgrund für Erblindung. Das Risiko für eine Makuladegeneration steigt in dem Maße, je länger der Patient "sein" Aspirin einnimmt. Diejenigen, die das Medikament länger als 10 Jahre eingenommen haben, tragen das größte Risiko, so die Forscher der Universität von Wisconsin School of Medicine.
Regelmäßige Nutzer der Substanz haben sogar ein verdoppeltes Risiko für eine Makuladegeneration im Vergleich mit jemanden, der das Medikament nicht einnimmt. Die Forscher hatten die Gesundheitsprofile von 4923 Patienten ausgewertet, die auf einer regelmäßigen Basis Aspirin einnahmen, und dass über einen Zeitraum von 20 und mehr Jahren. Eine Aspririneinnahme von 5 und weniger Jahren zeigte keine statistisch signifikante Erhöhung des Risikos für eine altersbedingte Makuladegeneration. (27)
Und es geht noch besser...

Die Hälfte der US-Bürger schluckt Aspirin ohne Grund

An dieser Stelle mal ein "Zwischen-Einwurf": Dieser kleine Beitrag zeigt, wohin es führt, wenn man glaubt, dass Chemie die Gesundheit erhält. "Erfinder" dieser praktizierten Medizinideologie sind übrigens unsere "Freunde" auf der anderen Seite des großen Teichs. Aber keine Sorge, wir sind auf dem besten Weg, ihnen es gleichzutun…
Denn eine neu veröffentlichte Umfrage in den USA ergab, dass etwas mehr als die Hälfte der älteren Bevölkerung jeden Tag Aspirin zu sich nehmen. Und dass, obwohl die FDA den Einsatz des Medikaments für die meisten Menschen als nicht empfehlenswert einstuft, es sei, sie haben zuvor einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten. Diese Sache mit der Schlaganfall und Herzinfarkt-Prävention hatten wir ja bereits weiter oben.
Die Arbeit wurde jüngst im Journal of Preventive Medicine unter dem Titel Aspirin Use Among Adults in the U.S. veröffentlicht (und Half of older adults in US now taking aspirin, survey shows). Und hier lässt sich unschwer ableiten, dass Erwachsene im fortgeschrittenen Alter die tägliche Einnahme aus „prophylaktischen" Gründen durchführen, da man glaubt, hierdurch kardiovaskuläre Schädigungen zu verhindern und (jetzt bitte anschnallen!): um Krebs zu verhindern.
Dass es sich hier nicht um einen blöden Aprilscherz handelt, sondern um einen echten "Glauben" an die Allmacht der Chemie-Medizin, zeigt die Tatsache, dass die Umfrage nicht bei einer Handvoll Leute durchgeführt worden ist (abends am Stammtisch zum Beispiel), sondern bei 2500 Leuten im Alter zwischen 45 und 72 Jahren. Davon gaben 52 Prozent an, regelmäßig beziehungsweise täglich Aspirin zu schlucken. Weitere 21 Prozent hatten die Substanz mehr oder weniger regelmäßig in der Vergangenheit genutzt. Das Durchschnittsalter der Teilnehmer lag bei 60 Jahren.
Aspirin wirkt als Schmerztablette, aber auch als Blutverdünner. Das heißt, dass hier unter einer dauerhaften Einnahme Blutungen entstehen können. Das ist der Hauptgrund, warum verantwortungsbewusste Ärzte zur Vorsicht warnen. Das gilt selbst für geringe Dosierungen von 80 Milligramm, die bei der „Prophylaxe" gern zum Einsatz kommen. Laut Angaben der FDA kommt auf jeden verhinderten Schlaganfall oder Herzinfarkt durch die Substanz ein Fall, bei dem eine schwere Blutung durch genau diese Substanz ausgelöst wird – also ein ziemlich ausgeglichenes Nutzen-Risiko-Verhältnis. Sofort stellt sich bei mir die Frage ein, ob es keine Möglichkeiten gibt, das kardiovaskuläre Risiko zu senken, ohne dabei eine bedrohliche Blutungsneigung in Kauf nehmen zu müssen? Die FDA jedenfalls scheint die amerikanischen Ärzte anzuhalten, nur Patienten mit vorausgegangenem Herzinfarkt oder Schlaganfall mit Aspirin zu behandeln. Aber laut vorliegender Studie nehmen 81 Prozent der älteren Patienten Aspirin, ohne eine dieser Komplikationen jemals gehabt zu haben.
Woher kommt dieser Trend? Haben alle diese Leute nochmals die Schulbank gedrückt und Pharmakologie studiert? Nein, wohl kaum. Denn die Studie gibt auch hier Auskunft: Die meisten Patienten nehmen Acetylsalicysäure (Handelsname u.a. Aspirin) prophylaktisch, weil der Onkel Doktor ihnen das so empfohlen hat. So, so.

ASS gegen Krebs???

Dazu kommen noch einige Studien, die gesehen haben wollen, dass ASS Krebs verhindern kann, speziell Dickdarmkrebs. Aha! Ich kann mir so etwas kaum vorstellen. Aber meine Vorstellungen sind ja nicht ausschlaggebend für das, was möglich ist und was nicht.
Also habe ich mich mal nach den angeblichen Studien umgeschaut und bin fündig geworden: Aspirin for the prevention of colorectal cancer.
Was ist von dieser Studie zu halten?
Antwort: Wenn man mit einer solchen Studie beweisen wollte, dass Homöopathie Dickdarmkrebs verhindern kann, dann würde die gesamte Schulmedizin sich auf die Studie stürzen und selbige in der Luft zerreißen. Da wir es hier aber mit einem „Liebling" der Schulmedizin zu tun haben, reicht diese Meta-Analyse vollkommen aus, um gleich zum Patentamt zu rennen und eine neue Indikation für den Sch..., äh Wirkstoff anzumelden. Wenn man dann noch ganz unten am Ende der „Studie" lesen muss, dass einer der beiden Autoren ein ehemaliger Berater bei Bayer Leverkusen und Pfizer war, dann einem der Blutdruck schon so langsam entgleiten.
Es ist wie immer das selbe dämliche Possenspiel der schulmedizinischen Wissenschaft, die sich für fette Tantiemen prostituiert und dem Pharmamarketing die weiß bekittelte Legitimation liefert, der Menschheit jeden Mist für teures Geld als Wohltat zu verkaufen.
Aber solche „frohe Botschaften" ganz außerhalb der Weihnachtszeit kommen in der Schulmedizin gut an. Klar, wer so etwas glaubt, der glaubt auch an den Weihnachtmann. Oder statt an den Weihnachtmann zu glauben, glaubt man dann lieber an so etwas. Kein Wunder also, wenn die einige Doktoren die Ursache für den prophylaktischen Einsatz von Aspirin sind: gegen Herzinfarkt, Schlaganfall, Dickdarmkrebs, abstehende Ohren und bald auch gegen Haarwurzelspitzenkatarrh, eine Erkrankung, die man gar nicht hoch genug unterschätzen kann…
Dass Ärzte das Gegenteil von dem tun, was die höchst offiziellen Gesundheitsbehörden empfehlen, das ist nichts Neues. Das ist genau der Grund, warum die Pharmaindustrie ihre Pharmareferenten hinausschickt, um die Ärzte „aufzuklären" (=von der Notwendigkeit des Einsatzes ihrer Produkte zu überzeugen).
Oder gibt es eine andere Erklärung, warum trotz Warnungen, in diesem Fall berechtigt, der Umsatz von Antibiotika steigt und steigt und steigt? Siehe dazu TOLL! Ärzte verschreiben noch mehr Antibiotika.
Und wie darf man die Unkenntnis der Ärzte in Sachen „medizinische Leitlinien" interpretieren? Nicht dass ich diese Leitlinien als etwas betrachte, das Hand und Fuß hat. Das Gegenteil scheint der Fall zu sein: Medizinische Leitlinien – Gefährliche "Leitplanken" im Medizinverkehr. Aber selbst diese medizinischen Leitlinien, egal wie gut oder schlecht sie sind, kennen nur 40 Prozent der Ärzte. Aber vielleicht ist es auch besser, dass die Mehrheit diese nicht kennt. Denn deren Inhalte sind mit der oben zitierten Aspirin-Dickdarmkrebs-Studie zu vergleichen: Hypothetisch bis zum Abwinken, industriefreundlich, gesundheitsfeindlich – kurz: unakzeptabel für Leute, die es mit der Gesundheit ernst meinen.

Schüsse, die nach hinten losgehen

Zum Schluss ein Schuss und Schluss, der in der oben zitierten Studie noch erwähnt werden muss.
Denn die Umfrage hatte zudem ergeben, dass sich die Mehrheit der gegenwärtigen und ehemaligen Anwender von Aspirin als „Kenner der Materie" ausgab und einschätzte. Ich würde dieses Ergebnis aus der Hüfte geschossen so interpretieren, dass in den USA die dort erlaubte Werbung für Medikamente (Pharmawerbung wahr gemacht) ihre Kunden so manipuliert, dass diese an ein selbst ernanntes Expertentum in Sachen Pharmakologie glauben.
Kann es sein, dass die amerikanischen Ottonormalverbraucher Werbung mit einem Hochschulstudium verwechseln?
Da wundert man sich nicht, wenn die selbst ernannten Experten über die Werbung zu folgendem „wissenschaftlichen" Ergebnis gekommen sind: 84 Prozent der Pillenschlucker glauben, dass Aspirin prophylaktisch gegen Herzinfarkt wirkt, 66 Prozent glauben, dass man einen Schlaganfall verhindern kann, 18 Prozent sind überzeugt, dass die Tablette Krebs in Schach hält und 11 Prozent behaupten, dass Aspirin Alzheimer verhindert.
Wo die letzten 11 Prozent herkommen und vor allem der Glauben, Aspirin könnte Alzheimer beeinflussen, das ist mir schleierhaft. Aber Werbung macht es halt möglich. Denn wir befinden uns gerade in der Kategorie „Schüsse, die nach hinten losgehen" oder „Legoland". Denn selbst Wikipedia, das ich in diesen Belangen als eher industriefreundlich einstufen würde, gibt zu, dass Aspirin in den üblichen Dosierungen ineffektiv bei der Prävention und Therapie von Alzheimer ist (Prevention of dementia – Abschnitt „NSAIDs"). Aber hohe Dosierungen als Prävention verbieten sich wegen der Blutungsneigung, die hier ungleich wahrscheinlicher wird.
Wenn Sie mich fragen, dann denke ich bei der Prophylaxe gegen Alzheimer überhaupt nicht an Aspirin, sondern eher an Substanzen, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wirksamer und gleichzeitig nebenwirkungsärmer sind:
Und wenn man sich abschließend noch anschaut, wer primär zur Aspirin-Pille greift, dann sind das die körperlich Aktiven, die sich gesund ernähren (oder was man hier als gesund bezeichnet), ein gesundes Gewicht haben, ihren Stress managen, wenig oder nicht rauchen und an Vorsorgeuntersuchungen teilnehmen.
Da stellt sich mir sofort die Frage: Wenn ich das alles mache, warum brauche ich dann noch Chemie?

Fazit

Die letztgenannten Studien sind ein schillerndes Dokument, wie die Pharmaindustrie es verstanden hat, ganz normale Leute zu Pharmakologie-Experten via Werbung zu promovieren, wenn die das Ja und Amen zu dem Glaubensbekenntnis der Prophylaxe von etlichen Krankheiten durch das tägliche Konsumieren einer Pille nachbeten.
Die schwierige Sachlage zeigt einmal mehr, dass man mit jedem Medikament verantwortungsbewusst umgehen muss. Es bleibt zu hoffen, dass weitere Untersuchungen mehr Klarheit bringen, vor allem da Antirheumatika weitverbreitet sind. Sie werden häufig zur Selbstmedikation bei vorübergehenden Schmerzen eingesetzt, aber auch bei chronischen Schmerzen verschrieben und über lange Zeiträume eingenommen.
Doch grade die häufige Einnahme ist mit Risiken verbunden. Die gelegentliche Einnahme der Mittel bei Schmerzen kann dagegen als relativ sicher betrachtet werden.
Bei einer Verschreibung solcher Medikamente, langfristiger Einnahme oder gleichzeitig vorliegenden kardiovaskulären Erkrankungen, sollte man mit seinem Therapeuten über das Risiko sprechen.
Ich rate eher zu den "Alternativen" Methoden. Und da bieten sich meines Erachtens genug Möglichkeiten.
Dieser Beitrag wurde letztmalig am 29.5.2015 aktualisiert
Quellen:
1: Upchurch et al., Prothrombotic consequences of the oxidation of fibrinogen and their inhibition by aspirin. J Thromb Thrombolysis 1998;5:9-14, http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10608044
2: Betts et al., In vitro antioxidant properties of potential biotransformation products of salicylate, sulphasalazine and amidopyrine. Journal of Free Radicals in Biology and Medicine, 1985;1:273-80, http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2873165
3: Bosetti et al., Aspirin and cancer risk: an updated quantitative review to 2005. Cancer Causes Control 2006;17:871-88, http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1684125
4: Bardia et al., Association of Aspirin and Nonaspirin Nonsteroidal Anti-inflammatory Drugs With Cancer Incidence and Mortality, JNCI – Journal of the National Cancer Institute, 2007, 99 (11): 881-889, http://jnci.oxfordjournals.org/content/99/11/881.full
5: Antithrombotic Trialists’ Collaboration. Collaborative meta-analysis
of randomised trials of antiplatelet therapy for prevention of death,
myocardial infarction, and stroke in high risk patients. BMJ. 2002;
324:71-86. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11786451
6: Cleland et al., Does aspirin attenuate the effect of angiotensin-converting enzyme inhibitors in hypertension or heart failure?, Current Opinion in Nephrology and Hypertension, 2001 Sep;10(5):625-31, http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11496056
7: Oosterga et al., Effects of aspirin on angiotensin-converting enzyme inhibition and left ventricular dilation one year after acute myocardial infarction, The American Journal of Cardiology, 1998 May 15;81(10):1178-81, http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9604941
8: Ahmed, Interaction between aspirin and angiotensin-converting enzyme inhibitors: should they be used together in older adults with heart failure?, Journal of the American Geriatrics Society, 2002 Jul;50(7):1293-6, http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12133028
9: Leor et al., Aspirin and mortality in patients treated with angiotensin-converting enzyme inhibitors: a cohort study of 11,575 patients with coronary artery disease, Journal of the American College of Cardiology, 1999 Jun;33(7):1920-5, http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10362194
10: Harjai et al., Use of aspirin in conjunction with angiotensin-converting enzyme inhibitors does not worsen long-term survival in heart failure, International Journal of Cardiology, 2003 Apr;88(2-3):207-14, http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12714200
11: Chan et al., Nonsteroidal antiinflammatory drugs, acetaminophen, and the risk of cardiovascular events. Circulation. 2006;113:1578-1587 ,http://circ.ahajournals.org/content/113/12/1578.full
12: Gislason et al., Risk of death or reinfarction associated with the use of selective cyclooxygenase-2 inhibitors and nonselective nonsteroidal antiinflammatory drugs after acute myocardial infarction, Ciculation, 2006 Jun 27;113(25):2906-13, http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16785336
13: Sørensen et al., Use of selective cyclooxygenase-2 inhibitors and nonselective nonsteroidal antiinflammatory drugs in high doses increases mortality and risk of reinfarction in patients with prior myocardial infarction, The Journal of Cardiovascular Nursing, 2008 Jan-Feb;23(1):14-9, http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18158501
14: Bavry et al., Harmful effects of NSAIDs among patients with hypertension and coronary artery disease, The American Journal of Medicine, 2011 Jul;124(7):614-20, http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21596367
15: Rodíguez et al., Discontinuation of low dose aspirin and risk of myocardial infarction: case-control study in UK primary care, BMJ, 2011 Jul 19;343:d4094, http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21771831
16: Ray et al., Cardiovascular risks of nonsteroidal antiinflammatory drugs in patients after hospitalization for serious coronary heart disease, Circulation, 2009 May;2(3):155-63, http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20031832
17: McGettigan & Henry, Cardiovascular risk and inhibition of cyclooxygenase: a systematic review of the observational studies of selective and nonselective inhibitors of cyclooxygenase 2. JAMA. 2006;
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18: Morrison et al., Systematic review of trials of the effect of continued use of oral non-selective NSAIDs on blood pressure and hypertension. Current Medical Research Opinion. 2007;23:2395-2404, http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17714606
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20: Gislason et al., Risk of death or reinfarction associated with the use of selective cyclooxygenase-2 inhibitors and nonselective nonsteroidal antiinflammatory drugs after acute myocardial infarction, Circulation, 2006;113:2906-2913. http://circ.ahajournals.org/content/113/25/2906.long
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26: Nishida, et al., Evaluation of Small Bowel Blood Flow in Healthy Subjects Receiving Low-Dose Aspirin, World Journal of Gastroenterology, January 14, 2011: 17(2); 226-30, U.,
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21245996
27: Klein et al.: University of Wisconsin School of Medicine und Public Health, Madison, "Long-term Use of Aspirin und Age-Related Macular Degeneration", JAMA. 2012;308(23):2469-2478. doi:10.1001/jama.2012.65406
http://jama.jamanetwork.com/article.aspx?articleid=1486830#Abstract

Freitag, 5. Juni 2015

Johannes Hartl: Sprache des Lebens - Sprache des Todes

Geisige uns seelische Gesundheit:

https://www.youtube.com/watch?v=1XzimAOz0Qc



Johannes Hartl: Sprache des Lebens - Sprache des Todes

Veröffentlicht am 06.05.2015
Das, was du sagst, hat Auswirkungen. Dies aber nicht nur im natürlichen und zwischenmenschlichen Bereich. Es gibt vielmehr eine geistliche Bedeutung der Sprache: sie kann ein Portal der Dunkelheit oder des Lichts sein, mit jeweils massiven Auswirkungen. Den Unterschied zu erkennen, ist eigentlich garnicht schwierig.
(Teil 4 der 6-teiligen Vortragsreihe "dimension4" von Dr. Johannes Hartl)
Hier gibt es die komplette Serie:
https://shop.gebetshaus.org/vortraege..

Montag, 25. Mai 2015

Schwermetalle fördern die Vergiftung durch Pilze



Chefarzt Dr. Rau


Gift für die Pilze
Die tiefere Ursache von Candida-Pilzerkrankungen ist eine unerkannte Vergiftung mit Schwermetallen. Diese aktuelle Entdeckung eröffnet der Therapie neue Wege
Von Ulrich Arndt

Gefährliche Candida-Pilze überwuchern unseren Darm, machen uns auf hinterhältige Weise von innen heraus` krank und müssen daher möglichst vollständig ausgemerzt werden." Dieses dramatische Bild von Candida ist weit verbreitet - und nach neuesten Erkenntnissen der Ganzheitsmedizin schlichtweg falsch. Vielmehr entpuppt sich der Hefepilz normalerweise als freundlicher

 

Dr. Thomas Rau, ärztlicher Leiter Schweizer „Paracelsus – Klinik“, entdeckte den Zusammenhang zwischen Candida und Schwermetall-Vergiftung

Helfer für den Körper. Die dennoch rasant zunehmenden Candida-Erkrankungen, die mit einer Vielzahl von Symptomen (z. B. Asthma, chronischer Sinusitis, Rheuma, Verdauungsproblemen, Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Zittern und Depressionen) einhergehen, haben nämlich eine tiefere, bisher unerkannte Ursache: eine chronische Vergiftung mit Schwermetallen. Sie sind im Körper von Candida-Kranken in außergewöhnlich großen Mengen gefunden worden.
Hauptvertreter unter diesen Umweltgiften ist Quecksilber, das in erster Linie aus Amalgam-Zahnfüllungen stammt. Demnach scheint das Candida- Problem in Wahrheit ein Amalgam- Problem zu, sein, und die Krankheitssymptome, die den Candida-Pilzen zugeschrieben werden, zum Großteil Anzeichen einer chronischen Vergiftung mit Schwermetallen.* Zu diesen aufsehenerregenden Schlußfolgerungen kam der Arzt Dr. Thomas Rau, ärztlicher Leiter der „Paracelsus Klinik", eines Zentrums für Ganzheitsmedizin im schweizerischen Lustmühle bei St. Gallen, aufgrund mehrjähriger Forschungen.

Gleiche Symptome: Candida und Quecksilber
Ein Großteil der Krankheitsbilder, die als typisch für Candida-Pilzebefall genannt werden, stimmt laut Dr. Thomas Rau mit denen einer chronischen Schwermetallvergiftung überein:

Schleimhaut-Symptome wie
- chronische Sinusitis, Bronchitis, Asthma, Infektneigung
- Mandelentzündungen
- Mundausschlag (Aphten), Risse in den Mundwinkeln, Befall der Schleimhäute mit Lichen ruber planus
- Magen- und Verdauungsprobleme, Dickdarmentzundungen (Colitis)
- Entzündungen der Blase, Scheide und der Prostata
- Afterekzeme, Afternässen und Risse in der Analfalte
- Gelenkbeschwerden
- Weichteilrheuma (in Zusammenhang mit Übersäuerung)

Neurologische Symptome wie
-Konzentrationsstörungen, Schwindelgefühle
- Kopfschmerzen, Nervenschmerzen (Neuralgien)
- Sehstörungen und Augenleiden
- Zittern

Vegetative Störungen wie
- Schwitzen
- Herzrhythmusstörungen
- Schlafstörungen
- Depressionen, Gemütsstörungen
- Bauchkrämpfe

Samstag, 23. Mai 2015

Entsäuerung als Basis jeder Therapie



Entsäuerung als Basis jeder Therapie Teil II
PH-Messung & Basisauswertung für jedermann möglich

Im Teil I unserer Serie "Entsäuerung als Basis jeder Therapie" erfuhren wir, dass ein chronisch übersäuerter Körper sehr vielschichtige gesundheitliche Beschwerden verursachen und sogar einen Therapieerfolg verhindern kann. Um kostengünstig zu untersuchen, ob eine Übersäuerung an den eigenen gesundheitlichen Beschwerden Anteil hat, bietet Teil II eine Anleitung für einen pH- Basistest, den jeder selbst ohne großen Aufwand und Kosten Zuhause durchführen kann.

Um zu erfahren ob mit dem Säure-Basen-Gleichgewicht etwas nicht stimmt, muss nicht zwingend eine Labordiagnostik durchgeführt werden. Als Orientierungshilfe, kann man auch selbst eine Basiskontroll- pH- Messung im Tagesprofil als ersten Überblick erstellen. Die Messergebnisse kann man anschließend mit dem Arzt oder Therapeuten besprechen und eine Therapie darauf aufbauen.

Was wird für eine pH- Messung benötigt?
In der Apotheke gibt es sogenannte pH- Indikatorstäbchen, diese sollte man als Erstes besorgen. Die Stäbchen haben unterschiedliche Messbereiche, ideal ist der Bereich von 5,0 bis 10,0. Für den Fall, dass diese nicht erhältlich sind, würde es auch mit Indikatorstäbchen mit einer Skala von 5,0 bis 8,0 (oder bis 8,5) funktionieren.

Reicht eine PH - Messung am Tag?
Nein leider nicht, für eine pH- Basiskontroll- Messung werden mehrere pH- Messungen eines Tages benötigt. Häufig wird selbst von Expertenseite geraten, nur den morgendlichen Ersturin zu kontrollieren und wenn dieser einen pH-Wert von z.B. 5,0 bis 6,5 aufweist, wird oft behauptet, man hätte eine Übersäuerung. Der Morgenurin ist jedoch i.d.R. sauer und daher kein Indiz für eine azidotische Stoffwechsellage.

Wann sollte der PH Wert gemessen werden?
Für die Feststellung einer ernährungsbedingten Übersäuerung sollten die PH-Parameter von Harn (Urin) und Sputum (Speichel) gemessen werden. Speichel ist sozusagen immer verfügbar, beim Urin trifft dies eher nicht zu. Daher wird hier kein Zeitpunkt vorgeschrieben, stattdessen schreibt man die exakte Uhrzeit des Harnlassens hinzu. Je mehr PH-Messungen, umso aussagekräftiger lässt sich am Ende das Säure-Basen-Gleichgewicht im Körper beurteilen.

Wie wird ein pH- Tagesprofil erstellt?
Für eine Messung werden 2 pH- Indikatorstreifen benötigt, von denen jeweils einer mit Harn bzw. Sputum benetzt und das Ergebnis nach ca. 60 Sekunden abgelesen und in die Basisauswertungs- Tabelle eingetragen wird. Auch die Mahlzeiten und Getränke des Tages werden hierzu notiert, denn auch Nahrung kann den pH Wert erheblich beeinflussen. Liegt die Aufstellung über ein paar Tage vor, wird sehr schnell offenkundig, welches Nahrungsmittel oder Getränk den Körper übermäßig säuert.

Messungsverlauf:
1. Nach dem Sie aufgestanden sind
2. Eine, noch besser 2 Stunden nach dem Frühstück
3. Gut, wäre auch einmal vor dem Mittagessen
4. Zwei Stunden nach dem Mittagessen
5. Vor dem Abendessen
6. Ein, besser zwei Stunden nach Abendessen
7. Wer spät zu Bett geht, gegen 22.00 Uhr oder später, dann auch da unbedingt eine Messung

Welche Kriterien sind noch wichtig?
Alle Nahrungsmittel müssen notiert werden, denn sie sind für die Beurteilung enorm wichtig. Ebenso sollten Medikamente oder Nahrungsergänzungen berücksichtigt werden. Die meisten chemischen Pharmaka tragen zur azidotischen Stoffwechsellage (Übersäuerung) bei, doch gibt es auch einige, die das Gegenteil herbeiführen (Alkalose). Dies ist wichtig zu wissen, denn häufig sprechen die Ernährungsgrundlage (z.B. viel Fleisch, Kaffee, Süßwaren) sowie die Lebensweise (viel Stress, Zigaretten usw.) und die vorhandenen Beschwerden für eine Übersäuerung, doch die pH- Tagesmessung zeigt Werte von 8,0 bis 9,0 im Tagesdurchschnitt.

Verschiedene Medikamente, die mehrere Wochen bis wenige Monate genommen werden müssen, schaffen auch nach dem Absetzen der Medikamente, für einen längeren Zeitraum, ein überwiegend alkalisches PH-Profil, was auch zu div. Beschwerden führen kann. Selbst für Experten kann dieses Erscheinungsbild irreführend sein, wenn man diese Aspekte nicht in seine Überlegungen integriert.

Säure-Basen-Gleichgewicht des Urins
Tageszeit
Uhrzeit    
      Normalbereich pH
Vor dem Frühstück
6.00 bis
7.00 Uhr
5,5 bis 7,0
Nach dem Frühstück
ca. 10.00 Uhr
mindestens 7,5
Vor dem Mittagessen
12.00 bis
13.00 Uhr
7,0 bis 7,5
Nach dem Mittagessen
15.00 bis
16.00 Uhr
7,5 bis 8,5
Vor dem Abendessen
18.00 bis
19.00 Uhr
7,0 bis 8,0
Nach dem Abendessen
20.00 bis
21.00 Uhr
6,8 bis 7,0
Vor dem Zubettgehen
23.00 bis
24.00 Uhr
sinkt bis auf 5,0 evtl. ab

Quelle: Mirko Albrecht, Gesund im Säure-Basen-Gleichgewicht, Falken Verlag

Hier zur Basisauswertungs- Tabelle.
Sie benötigen hierzu den Adobe Acrobat Reader

Interpretation des pH- Status
Liegt ein Großteil der Messungen der pH-Werte vom Urin unter 7,0, kann von einer Übersäuerung der Gewebe ausgegangen werden.
Die pH-Werte des Speichels sind nicht solchen Schwankungen wie beim Urin- pH unterzogen, diese sollten bei 6,5 bis 7,0 liegen. Abweichungen können z. B. auf eine gestörte Darmflora hindeuten.
Ob ggf. tiefere Gewebebezirke betroffen sind, kann man oft nur annehmen, jedoch braucht man auch dazu eine gewisse Erfahrung mit dieser Materie. Bei einer professionellen Basis-Auswertung werden dann natürlich die einzelnen Beschwerden oder zugrunde liegenden Diagnosen genauso berücksichtigt, wie die verzehrten Nahrungs- und Genussmittel und Getränke (am Tag der Kontroll-Messung), denn alle diese Angaben, verraten einem viele wichtige Hinweise, die für eine Gesamtauswertung enorme Aussagekraft haben.

Wann liegt eine Übersäuerung tieferer Gewebebezirke vor?
Für den Laien wird dies schwer zu beurteilen sein, aber der Vollständigkeit halber werden nachfolgend die wichtigsten Aspekte zur allgemeinen Erläuterung aufgeführt. Es ist ein Zusammenspiel von unterschiedlichsten Faktoren.

In der Praxis gebe ich Therapeuten folgende Anweisung:

Liest man sich zuerst die Krankheitsgeschichte (Anamnese) des Patienten durch, fallen einem bereits Krankheitsbilder oder einzelne Beschwerden auf, die ein Indiz darstellen können, wie z.B. Infekte, Gelenkbeschwerden, Entzündungen, Bindehautentzündungen, die ständig wiederkehren, also chronisch sind. Des Weiteren lassen Tinnitus oder Ekzeme gewisse Rückschlüsse zu, dass einzelne tiefer gelegene Gewebezirkel zusätzlich betroffen sein könnten.

Besonders interessant ist es, wenn eine Entzündung o. ä. sowohl mit konventionellen als auch mit naturheilkundlichen Maßnahmen nicht zu einer langfristigen Besserung führt. Dies kann ein sehr wichtiges Zeichen dafür sein, dass ganz spezielle Gewebebezirke übersäuert sein könnten. Im nächsten Schritt, schaut man sich alle ermittelten pH-Werte im Tagesprofil an und kontrolliert, ob sich insbesondere die Parameter des Urins öfter wiederholen, denn auch dies ist u. U. ein typisches Zeichen dafür. Ganz gleich zu welcher Zeit gemessen wurde oder was gegessen wurde, viele der pH-Werte sind gleich. Auch muss man jede einzelne Reaktion des jeweiligen pH-Wertes mit den Nahrungs- und Genussmitteln des Tages vergleichen, um ersehen zu können, wie der Stoffwechsel auf Säure- und Basenbildner reagiert.

Übersäuerung und bestimmte Zusammenhänge kurz notiert:
Wiederkehrende Infekte (Lippenherpes, Zahnfleischentzündungen), Magnesiummangel
können der Erfahrung nach, durch eine Azidose begünstigt oder gar ausgelöst werden und natürlich auch zur Verstärkung der Beschwerden entsprechend beitragen.

Grundsätzlich kann eine latente Azidose bereits vorhandene Beschwerden in ihrer Intensität entsprechend verstärken. Auch eine z.B. Duftstoffallergie, zählt dazu. Im Akutfall geben Betroffene häufig an, dass sich Ihre pH-Werte sehr ins Azidotische verschlechtern. Eine orale Gabe von (Natron) Natrium-Hydrogencarbonat bringt i.d. R. baldige Besserung.

Eine Azidose (der Gewebe) führt u. a. auch, zu einer Senkung der Abwehrkräfte, woraus dann weitere Folgen/ Beschwerden u. a. wiederkehrende Infekte und eine Verstärkung der Beschwerden des Gesamtzustandes resultieren können.

Man kann die akute Therapiephase verkürzen, insbesondere dann, wenn man die Säure-Basen-Regulierung (einschließlich der Säure-Basen - orientierten Ernährung/Kostumstellung) gleich zu Beginn in die Therapie mit integriert. Erfahrungsgemäß ist eine z.B. naturheilkundlich - orientierte Therapie nach einer Säure-Basen-Regulierung noch wirksamer. Dies wird auch von Heilpraktikern und naturheilkundlich - orientierten Medizinern immer wieder beobachtet, z.B. im Zusammenhang mit Akupunktur oder Homöopathie. Mögliche Therapieresistenzen können so gelöst oder vorgebeugt werden.

Nährstoffe & Übersäuerung
Auch Nährstoffe können positiven oder negativen Einfluss auf unseren Säure-Basenhaushalt nehmen. Zink und Ascorbinsäure können beispielsweise eine Verschiebung ins Azidotische verursachen.

Zink säuert insbesondere dann, wenn in Monoform substituiert und im Zustand einer latenten Azidose. Besser wäre eine Multiformel und sofern angezeigt, eine zusätzliche Gabe einer Zinkform, mit hoher Bioverfügbarkeit. Zink wird so auch besser vom Körper aufgenommen, weil es bekanntlich auch mit anderen Vitalstoffen zusammen fungiert. Zink in Monoform substituiert (ab 20 mg /Tag über 4-6 Wochen) kann zu div. anderen Nährstoffdefiziten führen. Auch kann eine Langzeittherapie mit Zink ab diesem Dosierungsbereich ggf. zu einer Wirkungsumkehrung führen, indem es nach einer längeren Therapiedauer immunsuppressive Eigenschaften (senkt die Immunkraft) annimmt. Insbesondere dann, wenn für eine hochdosierte Zinkmonotherapie keine Indikation besteht.

Ascorbinsäure, kann eine latente Azidose ggf. verstärken. Besser wäre z.B. eine Esterform wie z.B. Ascorbyl-Palmitat, dieses verbleibt zusätzlich 4-6 x länger im Blutserum als Ascorbinsäure.

Teil III folgt in den nächsten Ausgaben:
Titel: Einblick in die therapeutischen Möglichkeiten

Verfasser: Dipl.- Oekotrophologe O. Hagen, April 2006.
Referenzen:

1.       Dr. med. Michael Worlitschek, Praxis des Säure-Basen-Haushaltes - Grundlagen und Therapie, 2. Erweiterte Auflage, Haug Verlag.
2.       Andreas Diemer, Arzt und Dipl.-Physiker, Säure-Basen-Haushalt und Orthomolekulare Medizin, Journal für Orthomolekulare Medizin 8; 3 (2000).
3.       Dr. med. Hans Garten, Störungen des Säure-Basen-Haushalts: Diskussion verschiedener Messmethoden und therapeutisches Management, Neue Nutriologische Beiträge Nr. 17/Dezember 2002, Verlag Prevent-Network KG.
4.       M. Merz, W. Beyer, W. Gerz, Die Bedeutung und Diagnostik der latenten Gewebeübersäuerung, Gastroenterologische Aspekte in der Naturheilkunde, Ralf Reglin Verlag, Köln.
5.       Friedrich F. Sander, Der Säure-Basen-Haushalt des menschlichen Organismus und sein Zusammenspiel mit dem Kochsalzkreislauf und Leberrhythmus, Hippokrates Verlag, unveränderter Nachdruck der ersten Auflage von 1953.
6.       Karl O. Glaesel, Heilung ohne Wunder und Nebenwirkungen - Gesundheit biologisch gesteuert, Labor Glaesel Verlag.
7.       Sprenger, Heilfasten ist kein Hungern, Naturamed 10 (1995) Nr. 8 Kirchheim Verlag Mainz
8.        

Impressum: 
PureNature-Redaktion, April 2006