Donnerstag, 18. September 2014

Entgiftung-das Hauptthema der heutigen Zeit



Neues aus der Selbsthilfegruppe des Walter Häge:

Liebe Mitglieder,
Zur Entgiftung, unserem drängenden Hauptthema dieser Zeit, haben Isabelle Cart und ich ein neues 15-Minuten Video anzubieten. Ich lade Sie dazu ein bei Youtube: 





Dazu der Aufsatz unseres Mitgleds Dr. med. Jürgen Becher: Leaky Gut - Mutter aller Krankheiten im Anhang


Dr. Becher gehört zu jenen Ärzten, welche auf die Verursachungen schauen, und die das Konzept unserer Selbsthilfegruppe mit ihrem Wissen massiv untermauern. Auch für ihn ist der PH-Wert der Körperflüssigkeiten ein Schlüssel. Er schreibt:  "Auf PH-Wert 7 – 7,4 der Körperflüssigkeiten achten. Urinstreifen! (Der PH-Wert des Urins ist zwar sehr schwankend, aber 1x am Tag 7 – 7,4 zeigt eine deutliche Tendenz zu einer leichten Alkalität). Widerherstellung der Mineralspeicher, z.B. durch Korallenpulver. (Dieses, wie auch die Rotalge Lithothamnium, nehmen die überschüssige Säure aus den Körperflüssigkeiten und können dann remineralisieren)."

Antibiotika und plötzlicher Herztod



Hier berichtet wieder Rene Gräbner:

http://naturheilt.com/blog/antibiotika-ploetzlicher-herztod-2014/

Die evidenzbasierte Schulmedizin ist wieder einmal dabei, sich bei der Nichtbeachtung der eigenen Vorgaben erwischen zu lassen. Denn eine dänische Studie hat ganz gewöhnliche und oft eingesetzte Antibiotika untersucht und herausgefunden, dass es einen signifikanten Zusammenhang gibt zwischen der Häufigkeit der Einnahme der Antibiotika und dem Vorkommen eines plötzlichen Herztods. Clarithromycin ist ein sogenanntes Breitbandantibiotikum, das gegen eine ganze „Wagenladung“ von Krankheitserregern zum Einsatz kommt.
Während solche Antibiotika die Tendenz zeigen, an Wirkung auf die Erreger zu verlieren und Resistenzen zu bilden, kommt jetzt eine neue Wirkung hinzu, die aber alles andere als erwünscht ist. Die Substanz, so hat sich inzwischen herausgestellt, verzögert die elektrische Leitungsgeschwindigkeit am Herzen und sorgt somit für Reizleitungsstörungen. Der „Erfolg“ dieser neuen Wirkung sind das vermehrte Auftreten von Herzrhythmusstörungen, die einen tödlichen Infarkt beziehungsweise Herzstillstand zur Folge haben können.
Die dänischen Autoren (Use of clarithromycin and roxithromycin and risk of cardiac death: cohort study) fanden ein um 76 Prozent erhöhtes Risiko für einen plötzlichen Herztod im Vergleich zum alten Penicillin (das immer seltener zur Anwendung kommt wegen Resistenzentwicklungen). Roxithromycin, ein dem Clarithromycin verwandtes Antibiotikum, zeigte dagegen keine signifikante Erhöhung des kardialen Risikos.
Die Dänen hatten 14 Jahren lang Daten gesammelt, die bei fast 5 Millionen Patienten 285 Herztote zeigten. 18 Herztote davon waren unter der Clarithromycin-Gruppe zu finden, die knapp über 160.000 Patienten enthielt. Umgerechnet auf 1 Millionen Behandlungen sind dies 37 Herztote durch das Antibiotikum.
Die Zahlen erscheinen auf den ersten Blick als geringfügig in Vergleich zu 1 oder 5 Millionen Behandlungen. Es erhebt sich die Frage, warum unter der Therapie mit Penicillin (4 Millionen Teilnehmer) signifikant weniger Komplikationen zu beobachten waren?
Fazit
Da die Studie zeigt, dass andere Wirkstoffe (z.B. Roxithromycin) unproblematischer sind, ist zu fragen, warum überhaupt noch auf das Clarithromycin zurückgegriffen werden muss? Es gibt ja einige Antibiotika-Gruppen, die mehr als fragwürdig sind, wie zum Beispiel die Gruppe der Fluorchinolone über die ich ja auch schon berichtet hatte (siehe: Fluorchinolone mit Nebenwirkungen – Ein ärztliches Rezept für Desaster).
Auch wenn für das Clarithromycin  noch relativ “kleine” Zahlen auf dem Tisch liegen, ist der erste Schritt getan zu einer antibiotischen Medikation, die mehr und mehr von einer immer so vehement geforderten evidenzbasierten Sicherheit und Unbedenklichkeit abweicht. Und kleine Zahlen sind für mich kein Argument, hier die Augen zu verschließen. Immerhin kommen diese Mittel auch bei kleinen Lebewesen zum Einsatz. Da wollen Pharmaindustrie und Schulmedizin auch kein Auge zudrücken.
Mehr zur gesamten “Problemlage” Antibiotika beschreibe ich im Beitrag:Der Fluch der Antibiotika.



Samstag, 13. September 2014

Mythos Prostata-Werte

http://www.fid-gesundheitswissen.de/spezial/talk/mbf_14_30/?wkz1=MBF5141&wkz2=MBF5140&nopd=1&nonav=1

Mythos

Prostata-Werte

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Mit den besten Grüßen von Mann zu Mann
Unterschrift: Günther Stein
Günther Stein
Chefredakteur von „MMax – der Gesundheitscoach“

Der Gesundheitscoach – Was Männer Fit, Gesund und Leistungsfähig hält

Freitag, 12. September 2014

Das sind die gesundheitlichen Wirkungen der Eichenrinde

https://mail.google.com/mail/u/0/#inbox/1486807455a35834

Das sind die gesundheitlichen Wirkungen der Eichenrinde

von Beate Rossbach
 
Zur Herstellung von heilenden Zubereitungen wird die getrocknete Rinde junger Zweige und Triebe der Eiche verwendet. Aus ihr können Tees zur innerlichen Anwendung sowie Tinkturen, Fertigpräparate und ein konzentrierter Sud für Bäder und Abwaschungen hergestellt werden. Das sind die wichtigsten Inhaltsstoffe der Eichenrinde:
- Gerbstoffe (u. a. Tannine, Catechine)
- Bitterstoff
- Gallussäuren
- Quercetin, Quercin
Ihre Hauptwirkungen verdankt die Eichenrinde ihren Gerbstoffen, die sie mit einer Konzentration von 12 bis zu 20 % reichlich enthält. Den therapeutischen Effekt dieser Inhaltsstoffe können Sie sowohl mit innerlichen als auch mit äußerlichen Anwendungen nutzen. Eichenrinde wirkt:
- zusammenziehend (adstringierend)
- entzündungshemmend
- antiviral
- austrocknend
- juckreizlindernd
- schweißhemmend
Die Gerbstoffe der Eichenrinde bilden mit den Eiweißen auf der Haut und den Schleimhäuten unlösliche Verbindungen. Dadurch verdichtet sich deren Oberfläche und wird stabilisiert. Auf diese Weise wird das Eindringen von Krankheitserregern erschwert. Gleichzeitig werden entzündete oder verletzte Haut- und Schleimhautbereiche wirkungsvoll geschützt so dass sie sich regenerieren können. Aufgrund des breiten Wirkungsspektrums ist die Eichenrinde therapeutisch vielseitig einsetzbar. Eichenrinde können Sie äußerlich anwenden bei:
- nässenden Hautausschlägen
- juckenden Ekzemen
- entzündliche Hauterkrankungen
- Schleimhautentzündungen im Mund und Rachen
- Hämorrhoiden
- Analfissuren
- Schweißfüßen
- übermäßigem Schwitzen
Als Tee oder Fertigpräparat innerlich angewendet hilft die Eichenrinde gegen Durchfall. Allerdings kann dieser Tee bei empfindlichen Personen und in höheren Dosen zu Magenreizungen führen. Welche Hausmittel Sie sich aus Eichenrinde selbst herstellen können, lesen Sie gleich.

Die besten Hausmittel aus der Eichenrinde

von Beate Rossbach
Kleingeschnittene Eichenrinde zur Zubereitung eines Tees oder Suds für äußerliche Anwendungen können Sie ebenso wie Fertigpräparate mit Eichenrindenextrakten in der Apotheke kaufen.
Grundrezept für Eichenrindentee: Überbrühen Sie 1 gehäuften TL Eichenrinde mit einer Tasse kochendem Wasser, und lassen Sie den Tee 10 Minuten lang ziehen ehe Sie ihn abfiltern. Trinken Sie bei Durchfall täglich bis zu 3 Tassen davon.
Eichenrindensud für Bäder: Geben Sie 100 g Eichenrinde in einen großen Kochtopf, fügen Sie 1 l kaltes Wasser hinzu und bringen Sie den Ansatz zum Kochen. Gießen Sie den Sud nach 20 Minuten ab und lassen Sie ihn abkühlen, ehe Sie sich ein Bad oder eine Kompresse damit zubereiten. Für ein Sitz- oder Fußbad stellen Sie den Sud aus 50 g Eichenrinde und 500 ml Wasser her.
Entzündungshemmende Eichenrindentinktur: Übergießen Sie in einem Schraubdeckelglas 1 EL Eichenrinde mit 1/4 l Doppelkorn und lassen Sie den Ansatz 2 Wochen lang an einem warmen Ort ziehen. Schütteln Sie das Glas einmal täglich gut durch und filtern Sie die Tinktur in eine dunkle Flasche ab. Für Mundspülungen oder zum Gurgeln geben Sie 1 EL von der Tinktur in ein Glas lauwarmes Wasser. Diese Mischung eignet sich auch zur Herstellung einer Kompresse, die Sie auf entzündete oder juckende Hautstellen auflegen können.

Donnerstag, 11. September 2014

Pharmazeutische Industrie: Fast alle Studien manipuliert

http://quer-denken.tv/index.php/644-pharmazeutische-industrie-fast-alle-studien-manipuliert

Pharmazeutische Industrie: Fast alle Studien manipuliert
08. Juli 2014  Daß Pharmaunternehmen Gewinn erwirtschaften wollen ist nichts Neues und auch grundsätzlich nicht falsch. Aber daß Studien über neue, im Markt einzuführende Medikamente massiv manipuliert und geschönt werden - oder, wenn das schon nicht mehr nützt, gleich  gar nicht veröffentlicht werden ist heftig. Auch das erstaunt nicht sehr. Nur: US-Amerikanische Wissenschaftler haben bei Stichproben von 96 Studien im Vergleich zu den dazugehörigen klinischen Tests festgestellt, daß 93 von den 96 in Fachmagazinen veröffentlichten Studien mit den echten klinischen Ergebnissen wenig bis gar nichts zu tun haben.
Das ist kraß. Es wäre schon bedenklich, wenn es von hundert Studien mehr als eine wäre - aber fast alle?
Genau wie in Deutschland und den meisten europäischen Ländern kann ein Medikament nur dann auf den Markt gebracht werden, wenn es nach klinischen Studien eine Zulassung erhält. Die Regeln in den USA sind streng und die Ergebnisse der klinischen Tests müssen zugänglich sein. Um die Zulassung zu bekommen, müssen alle Einzelheiten der Tests, wie sie durchgeführt wurden und an wem, an wievielen, was genau untersucht wurde und was dabei für Ergebnisse gewonnen wurden in der Datenbank "ClinicalTrials.gov" hinterlegt werden. Und das Ganze muß in einer Studie aufgearbeitet und dargestellt werden und in einer Fachzeitschriften veröffentlicht werden.
Die prüfenden US-Wissenschaftler besorgten sich aus der Datenbank ClinicalTrials.gov die genauen Testergebnisse von klinisch erprobten Neuzulassungen zwischen 2010 und 2011 und die dazugehörigen Fachjournal-Artikel und - siehe da! - wurden 29 Prozent solcher Neu-Zulassungen gar nicht erst in der Fachpresse veröffentlicht. Und von den erfolgten Veröffentlichungen stimmten 93 von 96 Studien nicht mit den amtlich festgehaltenen Ergebnissen der klinischen Tests überein. Und es geht nicht nur um ein paar Stellen hinter dem Komma. Es geht um die Wirkungen und Nebenwirkungen der getesteten Arzneimittel. Außerdem waren fast Dreiviertel der Studien auch noch von den Pharmaunternehmen selbst durchgeführt oder gegen Geld beauftragt worden. Man darf also getrost davon ausgehen, daß die Methodik und Ergebnisermittlung, die Probanden und die Zielrichtung der klinischen Test schon von Vorneherein so ausgelegt werden, daß es möglichst kein Risiko eines Fehlschlages gibt. Und dann wird noch herumgeschönt oder glatt gelogen - oder die Studie stillschweigend verschwinden gelassen.
Das Ganze findet nicht nur in den USA statt, das passiert auch hier. Der Fernsehbeitrag unten berichtet, wie für neue Pillen mit Fugur-Plus und Smile-Faktor geworben, das doppelt so hohe Thrombosen- und Schlaganfallrisiko aber sorfältig verschwiegen wird. Die Werbekampagne für Hormoneinnahme während der Wechseljahre pries die Kunsthormoncocktails sogar als viel gesünder für die Frauen an. Diese Therapie gegen Wechseljahresbeschwerden wurde derart gepusht, daß die Frauen breitflächig von den Ärzten davon überzeugt wurden und die Mediamente einnahmen. Jahre später stellte sich heraus, welche Katastrophen die Hormone angerichtet hatten. Von Thrombosen und Schlaganfällen bis zu weit erhöhten Gerbärmutter- und Brustkrebsraten reichte das verlockende Angebot.
Empfehlung von Quer-Denken: Etwa im Sicherheitsbereich der Pille liegt bei richtiger Einnahme die Verhütungszuverlässigkeit von wilder Yamswurzel. Hier sind tatsächlich auch noch positive Wirkungen für die Gesundheit zu verzeichnen. Und bei Wechseljahresbeschwerden kann man viel erreichen mit Traubensilberkerzen- und Rotkleepräparaten und ebenfall wilder Yamswurzel. Sogar sehr gute Wirkungen, wenn man das kombiniert. Und zwar ohne Risiko! Die Sachen gibt es rezeptfrei. (Sehr gute und günstige Präparate hierzu gibt es im Internet-Versandhandel aus Großbritannien. Sind im Selbstversuch getestet und im gesamten Freundeskreis.)
Das Österreichische Fernsehmagazin "Menschen & Mächte" hat sich mit diesem Beitrag über die Methoden der Pharmaindustrie um die Wahrheitsfindung und die Aufklärung verdient gemacht. Bei Minute 11:45 wird es auf den Punkt gebracht. Es geht um den Profit, und solange die Entschädigungen, die an die Geschädigten Patienten gezahlt werden müssen geringer sind als der Profit, wird das Medikament weiter vermarktet.

                                                                                                            
 
Begleittext zum Video:
Kurt Langbein, Mitautor des Bestsellers "Bittere Pillen", auf einem aktuellen Streifzug durch die Tricks und Täuschungen der Arzneimittelhersteller mit konkreten und hochaktuellen Beispielen, Betroffenen, Pharmaverantwortlichen und Lobbyisten.

Die Pharmaindustrie erwirtschaftet die höchsten Renditen aller Branchen, sie beherrscht die medizinische Forschung, verkauft teure Medikamente, über deren Unwirksamkeit und Gefahren sie längst Bescheid weiß. Immer wieder werden negative Studienergebnisse über produzierte Medikamente verheimlicht.

Bedenkliche Antibabypillen:
Tabletten sollen Schmerzen lindern und heilen, möglichst ohne Nebenwirkungen. Das tun sie auch, aber nicht immer.
"Es war, als würde ein Auto auf der Brust stehen. Dann kam es zum akuten Herz-Kreislauf-Stillstand, Atemstillstand", erzählt Dr. Felicitas Rohrer.
Die 25-jährige sportliche Frau war klinisch tot, erst bei einer Notoperation am offenen Herzen konnten sie die Ärzte reanimieren. Beide Lungen waren durch Embolien verstopft. Frau Rohrer kann ihren Beruf als Tierärztin nicht mehr ausüben und hat nun den Hersteller der Antibabypille Yasminelle geklagt. Yasminelle enthält das Hormon Drospirenon, das laut Bayer AG auch Haut und Figur verschönert. Dass allerdings das Risiko, durch die "sanfte" Pille eine Thrombose zu erleiden, mehr als doppelt so hoch ist, wie bei den anderen Pillen, hat der Hersteller verschwiegen.
In Österreich sind 38 ähnliche Fälle offiziell bei der österreichischen Agentur für Gesundheit gemeldet. In den USA haben bereits 11.000 Frauen Entschädigungszahlungen von rund einer Milliarde Dollar erstritten. Doch nicht nur Yasminelle, sondern auch Yaz und Yasmine werden weiter vertrieben.

Kritisches Mittel zur Blutverdünnung:
Auch Xarelto, ein Mittel zur Blutverdünnung, das zur Vorbeugung von Herzinfarkten und Schlaganfällen massiv beworben wird, ist in Kritik geraten. Es führt gelegentlich zu schweren Blutungen, die kaum beherrschbar sind.
Kritisches Mittel zur Blutverdünnung
"Das Problem dieser Blutungen ist, dass es kein Gegenmittel gibt", sagt Professor Hans Gombotz, Intensivmediziner am Linzer AKH. "Warum die zugelassen werden, ohne dass es ein entsprechendes Gegenmittel gibt, kann ich auch nicht sagen. Wir wissen nur, dass wir dadurch zum Teil enorme Probleme bekommen."

Studie über Antidepressiva:
Univ. Prof. Gerald Gartlehner, Leiter der Abteilung für evidenzbasierte Medizin der Donauuniversität Krems, berichtet über seine Analyse der Studienergebnisse von Antidepressiva:
"Antidepressiva sind keine gut wirksamen Medikamente. Fast jeder zweite Patient spricht überhaupt nicht auf die erste Therapie an, sehr viele Patienten haben sehr starke Nebenwirkungen, die gehen von Übelkeit, Erbrechen über sexuelle Störungen bis zu ganz tragischen Nebenwirkungen wie Selbstmord."

Jahrelang hat die Industrie negative Ergebnisse von Studien unter Verschluss gehalten. Immer noch werden jedem/r zehnten Österreicher/in solche Mittel verordnet, weil sie von der Industrie nahestehenden "Experten", entgegen den wissenschaftlichen Erkenntnissen, befürwortet werden.
Interessenskonflikte in der Ärztebranche

Langbein, der vor kurzem mit dem renommierten Axel-Corti-Preis ausgezeichnet wurde, thematisiert auch die Interessenkonflikte in der Ärztebranche. Manche Mediziner/innen, die in den Fachärztegremien für die Erstellung von Behandlungsleitlinien verantwortlich sind, stehen auch auf der Payroll der Pharmaindustrie. Insider enthüllen in der Dokumentation die Aufgaben von bezahlten Ghostwritern der Arzneimittelhersteller. Die Firmenmanager jedoch zeigen sich gegenüber den enthüllten Praktiken nur wenig auskunftsfreudig.

 

Freitag, 5. September 2014

Warum Salz unverzichtbar ist und Warum zu wenig Salz krank machen kann

Warum Salz unverzichtbar ist
von Beate Rossbach
Für unseren Organismus ist Salz unverzichtbar, denn es wird für die Aufrechterhaltung wichtiger Körperfunktionen benötigt. Unser Körper braucht Salz zur:
- Regulierung des Wasserhaushalts
- Produktion der Magensäure
- Bewegung der Muskeln
- Reizübertragung von Nerv zu Nerv
- Aktivierung von Stoffwechselvorgängen
Zwei Gramm pro Tag müssen Sie daher unbedingt zu sich nehmen. 6 Gramm täglich gelten als gesunde Obergrenze.
Viele haben beim Salzen ein schlechtes Gewissen, denn in den Medien konnte man immer wieder lesen, dass Salz den Blutdruck in die Höhe treibt und Herzinfarkte begünstigt. Die Weltgesundheitsorganisation WHO veröffentlichte 2003 sogar, dass drei Gramm Salz pro Tag weniger genossen, die Schlaganfallrate um 22 % senken könne. Doch nun dringen ganz andere Studienergebnisse an die Öffentlichkeit. So wertete das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit in Köln die Daten von 62 Studien zum Zusammenhang zwischen Salz und Blutdruck aus. Das Ergebnis: Ein Nutzen oder Schaden einer kochsalzreduzierten Ernährung sein bei Patienten mit Bluthochdruck in den Studien nicht nachweisbar.
Warum zu wenig Salz krank machen kann
von Beate Rossbach
Die aktuelle Untersuchung der „Cochrane Collaboration" kam zu noch erschreckenderen Ergebnissen. Dänische Forscher der Universität Kopenhagen hatten für diesen gemeinnützigen Zusammenschluss von Wissenschaftlern 167 wissenschaftliche Studien zum Thema Salz und Blutdruck ausgewertet. Dabei zeigte sich dass eine salzarme Kost den Blutdruck tatsächlich minimal senken kann. Im Durchschnitt war der obere Blutdruck durch die Salzweinschränkung um 1,27 mm/Hg und der untere Wert um 0,07 mm/Hg gesunken. Diese verschwindend geringe Senkung ging allerdings mit einer Erhöhung der Stresshormone wie Adrenalin und Noradrenalin einher.
Noch drastischer waren die Aussagen einer 2012 im Fachblatt „Heart" publizierten Studie. Hier hatten über 2.500 Patienten mit Herzschwäche entweder normale Kost oder stark salzreduzierte zu sich genommen. Von den Ergebnissen waren selbst die Experten überrascht: Bei den salzarm Ernährten war die Gesamtsterblichkeit um 95 % höher als bei den Studienteilnehmern mit normalem Salzkonsum! Das Risiko für einen Tod durch Herzversagen war bei den Herzpatienten mit salzarmer Ernährung sogar um 123 % erhöht und diese Patienten mussten auch um 110 % häufiger in ein Krankenhaus eingewiesen werden als die Kontrollgruppe.
Auf Salz zu verzichten, kann besonders im Alter riskant sein. Ältere Menschen haben im Körper nur noch einen Flüssigkeitsanteil von 60 % des Körpergewichts bei kleinen Kindern sind es noch 82 %. Außerdem haben Senioren weniger Durst, trinken zu wenig und nehmen zusätzlich nicht selten noch entwässernde Medikamente. Umso größer ist in dieser Lebensphase die Gefahr, der sogenannten Dehydratation, dem Mangel an Flüssigkeit und Salz. Wenn dann noch die ärztliche Empfehlung gegeben wird, den Salzkonsum einzuschränken, kann die Situation brenzlig werden. Hier können Verwirrtheitszustände auftreten, die sogar mit einer Demenzerkrankung verwechselt werden können.


Mittwoch, 27. August 2014

Rückenschmerzen, Hexenschuss & Co.: Symptome, Fakten und Möglichkeiten der Naturheilkunde und Alternativmedizin

http://www.naturheilt.com/Inhalt/Rueckenschmerz.htm

Rückenschmerzen, Hexenschuss & Co.: Symptome, Fakten und Möglichkeiten der Naturheilkunde und Alternativmedizin

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber
Der Begriff Hexenschuss (Lumbago, Lumbalgie) kennzeichnet eine äußerst schmerzhafte Symptomatik im Bereich des Lendenwirbelbereichs (LWS = Lendenwirbelsäule), die den Betroffenen stark in seiner Beweglichkeit einschränkt.
Im Bereich des Nackens und des Halses spricht man bei gleicher Symptomatik von einer Cervicobrachialgie (typisches Zeichen: Schiefhals mit Nackenschmerzen).
Nicht selten führen plötzlich durchgeführte, ruckartige Bewegungsänderungen (sogenannte Bagatellbewegungen) während des Bückens, Hebens, Drehens oder beim Aufstehen zu den Schmerzen im unteren Wirbelsäulenbereich.
Der Hexenschuss zeigt sich auch vermehrt bei sportlichen Aktivitäten, hier besonders, wenn die Muskulatur vor Sportbeginn nicht erwärmt wurde. Verschiedene Prozesse können hierzu führen. Durch Blockierung von Wirbelgelenken können die in den Wirbelkanälen liegenden, hochsensiblen Nervenfasern in Mitleidenschaft gezogen werden.
Ebenso können auch Veränderungen der Bandscheibe (Prolaps =Bandscheibenvorfall, Protrusion = Bandscheiben-Vorwölbung) sowie Zerrungen im Bereich der die Wirbel umgebenden Gelenkkapsel oder im Bereich der Muskeln zu Schmerzen im LWS-Bereich führen.
Der Hexenschuss tritt meist akut auf und zeigt sich vor allem durch stichartige Schmerzen im unteren Rücken. Die Muskulatur in diesem Bereich verkrampft sich. Betroffene verharren meist in der eben durchgeführten Bewegung, da jede Änderung zu einer Zunahme der Schmerzen führt. Bei länger andauernder Schmerzsymptomatik besteht die Möglichkeit des Ausstrahlens in die untere Körperhälfte (Leiste, Oberschenkel, Unterschenkel, Füße). Zum Teil zeigen sich Empfindungsstörungen wie zum BeispielKribbeln oder Taubheitsgefühl.

Die Geheimsprache der Rückenschmerzen

Manchmal sind die Rückenschmerzen auch Warnsignale des Körpers, dass etwas anderes im Argen liegt als der Bewegungsapparat. Bei Frauen werden manchmal Probleme mit den Nieren, Blase und Gallenblase als Rückenprobleme diagnostiziert, so Dr. Zaki Almallah, Urologe an der Birmingham Bladder Clinic und dem Queen Elizabeth Hospital in Birmingham. Er fährt fort, dass seine Patienten oft nach Erklärungen für ihre Rückenschmerzen suchen, wie zum Beispiel ein fehlerhaftes Bett, ein Sturz in der Vergangenheit oder ähnliches.
Es sieht mehr nach einer Rechtfertigung der Schmerzen aus als nach einer wirklichen Erklärung. Aber auch hier sollten sich konkrete Anhaltspunkte finden lassen, die den Schmerz belegen, wie zum Beispiel eine verhärtete Muskulatur, Veränderungen an der Wirbelsäule, an den Knochen und so weiter.
Viel wahrscheinlicher jedoch ist, dass ein anderes Organ betroffen ist, dass auf diese Weise eine Art "Notsignal" freisetzt. Und der Rücken scheint hier die einfachste Methode zu sein. Bei dieser Art des Schmerzes handelt es sich um einen "Übertragungsschmerz". Bislang weiß niemand, wie das funktioniert und warum es diese Form der Schmerzbildung gibt. Aber man geht heute davon aus, dass ein starker Schmerz aus einem anderen Gewebe oder Organ an den Nervenleitungen entlangläuft und auf benachbarte Nervenbahnen überspringen kann, vielleicht aufgrund seiner Intensität.
Rückenprobleme sind auch ein beliebtes Symptom für Probleme mit der Bauchspeicheldrüse, wie Pankreatitis oderPankreaskrebs. Dr. Steve Pereira, ein Gastroenterologe am Royal Free Hospital in London, schätzt, dass 20 bis 30 Prozent der Patienten mit Pankreatitis zu ihrem Hausarzt gehen und wegen Rückenschmerzen behandelt werden. Pankreatitis ist eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse und entsteht, wenn Verdauungsenzyme beginnen, irrtümlich das eigene Organ zu zersetzen. Die Erkrankung steht in einem Zusammenhang mitGallensteinen bei Frauen und erhöhtem Alkoholkonsum bei Männern und taucht bei Personen mittleren und höheren Alters gehäuft auf.
Laut Dr. Pereira zeigten neuere Studien mit 3000 Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs, dass rund 17 Prozent dieser Patienten als Hauptschmerzen Rückenschmerzen angaben. Von daher hofft er, dass bei seinen Kollegen aus der Praxis der Rückenschmerz ein Alarmsignal für Bauchspeicheldrüsenkrebs angesehen wird, wenn andere Symptome sich dazu gesellen, wie Gewichtsverlust, Gelbsucht, gelegentlich auch Bauchschmerzen oder Verdauungsstörungen. Dies würde die Möglichkeit, den Bauchspeicheldrüsenkrebs schneller zu diagnostizieren, deutlich beschleunigen.
Bei anderen Krebserkrankungen ist der Zusammenhang mit Rückenschmerzen weniger offensichtlich ausgeprägt, wie zum Beispiel bei LungenkrebsDarmkrebs oder Eierstockkrebs. Wenn hier jedoch die Tumore so groß werden, dass sie auf das Gewebe drücken und dieses verdrängen, dann treten auch hierRückenprobleme auf. Allerdings kann man in der Regel davon ausgehen, dass sich zu diesem Zeitpunkt die Krebserkrankung schon in einem fortgeschrittenem Stadium befindet, nicht zuletzt wegen der Größe des Tumors.
Ein prominentes Opfer einer solchen Erkrankung ist der Schauspieler Andy Whitfield, der die Hauptrolle in der Fernsehserie „Spartacus“ spielte. Er musste sich für diese Rolle einen athletischen Körper antrainieren, was er durch ein intensives und schmerzhaftes Training auch erreichte. Die dabei anfallenden Rückenschmerzen führte er zunächst auf dieses intensive Training zurück. Aber als nach den Filmaufnahmen die Rückenprobleme nicht aufhörten, sondern noch stetig zunahmen, war klar, dass die Schmerzen in keinem Bezug zum Training stehen konnten. Bei einer medizinischen Untersuchung zeigte sich ein großer Tumor, der gegen seine Wirbelsäule drückte. Er wurde mit einem Non-Hodgkins-Lymphom diagnostiziert und starb 18 Monate nach der Diagnose im Alter von nur 39 Jahren.
Wenn also unbegründete Rückenschmerzen vorliegen, dann sollte der behandelnde Arzt die Ursache abklären (und nicht einfach nur das Wort "idiopathisch" in den Diagnosebericht schreiben). Und falls der Patient sich sicher ist, dass er seinen Rücken nicht über Gebühr beansprucht hat, wenn die Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist und Schmerzmittel nicht mehr zu wirken scheinen, dann ist es eine sehr gute Idee, seinen Arzt aufzusuchen und ihm dies mitzuteilen.

Einseitige Schmerzen in der Mitte des Rückens

Andere SymptomeHeftige Schmerzen im Bereich von Bauch und Leiste, Schmerzen bei Wasserlassen, Blut im Urin
Mögliche UrsacheNierensteine, die durch Auskristallisieren von Abfallprodukten im Urin entstehen. Es scheint eine genetische Veranlagung für die Entwicklung von Nierensteinen zu geben. Ein nicht ausreichender Konsum an Wasser erhöht das Risiko zusätzlich.

Von 20 Männern leiden 3 an Nierensteinen. Von 20 Frauen ist es 1, die mit Nierensteinen zu kämpfen hat. Ein erhöhtes Risiko besteht beiÜbergewicht und einem Alter zwischen 20 und 40.

Rückenschmerzen bei Nierensteinen ist ein sehr häufiges Symptom, besonders wenn es sich um einen einseitigen Rückenschmerz handelt. Blut im Urin ist ebenfalls ein häufiges Begleitsymptom. Die Rückenschmerzen können anhaltend oder intermittierend sein.
BehandlungJe nach Größe können die Steine spontan beim Wasserlassen abgehen. Durch einen erhöhten Flüssigkeitskonsum lässt sich dies unterstützen. Möglicherweise muss der Patient auf Schmerzmittel zurückgreifen, denn der spontane Abgang der Steine ist nicht immer schmerzfrei. Größere Steine können mit Ultraschall oder Laser zertrümmert werden.

Einseitige Schmerzen im unteren Bereich des Rückens

Andere SymptomeFieber und Blut im Urin
Mögliche UrsacheNiereninfektion. Diese Erkrankung tritt bei Frauen sechsmal häufiger auf als bei Männern. Bakterien (gewöhnlich handelt es sich um E. coli) wandern von der Blase hoch in die Niere(n) und für die Infektion verantwortlich sein. Als Ursache für diesen Prozess wird eine „nicht behandelte“Blaseninfektion verantwortlich gemacht.
Je größer die Schmerzen ausgeprägt sind und je mehr sie sich auf eine Seite konzentrieren, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um eine Niereninfektion handelt. Konzentriert sich der Schmerz mehr in Richtung Wirbelsäule und wird stärker, dann handelt es sich mit einiger Wahrscheinlichkeit um ein Problem von Muskulatur und/oder Skelett.

Bei einer Niereninfektion ist der Schmerz kurz oberhalb des oberen Beckenrands lokalisiert und kann unter Umständen bis in die Hüften und Leistengegend ausstrahlen.
BehandlungIn der Regel wird der Hausarzt zuAntibiotika und Schmerzmitteln greifen. Die Behandlungsdauer beträgt circa zwei Wochen. Ohne Behandlung besteht die Gefahr einer dauerhaften Schädigung der Niere bis hin zur Notwendigkeit einer Nierentransplantation.

Bauchschmerzen, die in den Rücken ausstrahlen

Andere SymptomeBauchschmerzen kurz unterhalb der Rippen, man fühlt sich krank,Erbrechen, Zunahme der Schmerzen nach dem Essen.
Mögliche UrsachePankreatitis. Eine akutePankreatitis dauert eine Woche und bereitet nur wenig Probleme. Die chronische Form dauert über Jahre. Typische Schmerzen tauchen kurz unterhalb der Rippen auf und strahlen in den Rücken aus. Dies kann plötzlich auftauchen mit starker oder milder Intensität der Schmerzen.

Ursache ist zu 90 Prozent das Vorhandensein von Gallensteinen. Hier versperrt ein Gallenstein den Bereich, wo der Gallenausgang und der Ausgang der Bauchspeicheldrüse sich vereinen und behindert so den Abfluss von Gallen- und Bauchspeicheldrüsensekret gleichermaßen. Exzessiver Alkoholkonsum ist ebenfalls eine „beliebte“ Ursache für eine Pankreatitis. Koma- oder Kampfsaufen bewirken eine besonders hohe Anfälligkeit für die Erkrankung. Grund dafür ist, dass der regelmäßige Genuss von Alkohol die Leber stimuliert, Antioxidantien gegen die Abfallprodukte bei der Verstoffwechslung des Alkohols zu bilden und sich somit zu schützen. Ein Alkoholkonsum darüber hinaus in so hohen Dosen jedoch setzt diesen Mechanismus außer Kraft.
BehandlungEine akute Pankreatitis muss im Krankenhaus behandelt werden. Zum Einsatz kommen i.v.Flüssigkeitszufuhr, Schmerzmittel und Sauerstoff. Wichtig: kein Alkohol.

Schmerzen im Bereich der rechten Rippen und Schulter

Andere SymptomeBauchschmerzen unterhalb der Rippen auf der rechten Seite, Übelkeit,Blähungen, Schmerzen beim tiefen Einatmen und in den Armen.
Mögliche UrsacheInfektion oder Entzündung der Gallenblase oder Gallensteine. Der Bereich der Gallenblase wird hierbei empfindlich auf Berührung reagieren. Es ist auch möglich, dass der Schmerz bis in die Schulter und Arme ausstrahlt. Der Schmerz kann intermittierend oder dauerhaft, stechend oder dumpf sein. Er tritt vermehrt am Abend auf, besonders nach einer Mahlzeit.
Die nervale Versorgung der Gallenblase wandert durch die Nerven des Bauchraums hoch zu der Wirbelsäule. Daher ist das stereotypische Schmerzmuster bei einer Gallenblasenentzündung oder -steine immer die Lokalisierung unterhalb der rechten Rippe und der Spitze der rechten Schulter.
Gallensteine sind nicht selten, besonders bei Frauen mit Kindern und/oder Übergewicht. Es gibt im Englischen ein geflügeltes Wort dafür: Die Leute mit dem höchsten Risiko sind „fair, fat, female, fertile und forty“ (blond, fett (übergewichtig), weiblich, fruchtbar (haben Kinder) und 40 Jahre und älter). Darüber hinaus gibt es noch eine familiäre Neigung für diese Form der Erkrankung.
BehandlungEine Ultraschalluntersuchung kann die Existenz von Steinen bestätigen oder ausschließen. Bei einer Bestätigung erfolgt anschließend ein chirurgischer Eingriff zur Entfernung der Steine.

Dumpfe Schmerzen im Becken und Rücken

Andere SymptomeHäufiger und starker Drang zum Wasserlassen, Schmerzen und Stechen beim Urinieren, Schmerzen im unteren Bauchbereich.
Mögliche UrsacheBlaseninfektion oder Blasenentzündung, verursacht durch Bakterien oder Irritation des Urogenitaltrakts. Rund 15 Prozent der Frauen haben jährlich eine Blasenentzündung. Wenn keine direkte Ursache gefunden werden kann und eine Therapie mit Antibiotika nicht anschlägt, dann liegt der Verdacht einer interstitiellen Cystitis vor. Betroffen davon sind aus epidemiologischer Sicht 18,1 von 100.000 Frauen (Interstitial Cystitis—Epidemiology, Diagnostic Criteria, Clinical Markers). Die Ursache hierfür wird (auch hier) noch diskutiert. Man vermutet eine immunologische Reaktion, die in einer chronischen Entzündung ausufert.
BehandlungEine bakterielle Cystitis lässt sich mit Antibiotika behandeln. Unbehandelte Blasenentzündungen können zu einer Niereninfektion führen. Die Behandlung einer interstitiellen Cystitis beschränkt sich weitestgehend auf eine symptomatische Therapie.
Weiterhin kommen noch entzündliche Prozesse (Entzündungen), Verengungen in den Wirbelkanälen (Spinalkanalstenose) oder auch Tumoren verantwortlich gemacht werden.
Wenn Patienten mit unerträglichen und "rasenden" Rückenschmerzen kommen, sollte man auch einmal an eine Aortendissektion (Marfan-Syndrom) denken - vor allem bei Kindern und Jugendlichen.
Liegen Entzündungen an den Bandscheiben oder Wirbelgelenken vor, werden gerne Antibiotika eingesetzt. Führen diese nicht zum gewünschten Erfolg, kann (in seltenen Fällen) das entzündete Bandscheibengewebe operativ entfernt werden. Zu den Operationen schreibe ich aber unten noch etwas.
Zu guter Letzt: Die Osteoporose. Die Osteoprose selbst macht erst einmal keine Schmerzen, sondern meist erst wenn Wirbelkörper einbrechen. Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D und adequater Bewegung (mit geringem Verletzungsrisiko) ist von größter Bedeutung. Das mit dem Vitamin D ist aber für viele Patienten von Interesse, da die meisten einen zu niedrigen Vitamin-D-Spiegel aufweisen. Ausführlich dazu berichte ich übrigens in meinem Vitamin D Report: http://renegraeber.de/vitamin-d-therapie.html
Die Vitamin D Therapie von René Gräber

Die Diagnose

Meist reicht die Anamnese (Krankengeschichte) zur Diagnosestellung aus. Bei mir in der Praxis verwende ich eine Myofaszialpunktpressur zur Differenzierung. Bessert sich der Schmerz durch diese Therapie sofort, ist es fast sicher, dass es sich um Rückenschmerzen handelt, die durch die Weichteile (Muskeln, Faszien) bedingt sind. Mehr zu dieser Art der Schmerztherapie (und wie ich darauf kam), beschreibe ich auf meiner Seite: www.schmerztherapiezentrum.com
Wenn diese Therapie nicht zum Erfolg führt, rate ich sofort dazu, bildgebende Verfahren wie z.B. Röntgen, CT oder MRT zur Stützung einzusetzen um nach "Ursachen" zu suchen, wie ich diese oben beschrieben habe.

Schulmedizinische Therapie

Die schulmedizinische Therapie richtet sich nach der "angenommen" Ursache für den Hexenschuss bzw. die Rückenschmerzen - das ist klar.
Konservative Verfahren zielen auf eine rasche Schmerzlinderung ab. Hier werden immer noch Bettruhe und Wärem von manchen Ärzten angeraten. Erfahrungen und Studien zeigen jedoch, dass nur während einer Entzündungsphase und bei akuten starken Schmerzen zur Schonung und Ruhe geraten werden sollte. Sowie akute Prozesse abgeklungen sind, sollte man möglichst bald zur Bewegung übergehen. Viele dieser sogenannten "konservativen" Verfahren der Schulmedizin sind ja eigentlich bereits klassische Naturheilverfahren - nämlich Heilung durch Wärme, Massagen und Physiotherapie (Krankengymnastik) oder Bewegung (siehe auch Medizinische Trainingstherapie). 
Wichtig bei der Therapie ist, dass dem Patienten möglichst schnell die Schmerzen genommen werden. Dauernde Schmerzen führen nämlich zu Schonhaltungen, und diese können Muskelverhärtungen, Nervenkompressionen und Gelenkschäden zur Folge haben.
Gerne werden von der Schulmedizin schmerzlindernde, entzündungshemmende und muskelentspannende Medikamente verordnet, die als Salben, Spritzen oder auch als Infusionen verabreicht werden (meist: ASSDiclofenacIbuprofen oderParacetamol). Aber gerade für das Paracetamol gilt zum Beispiel: Paracetamol wirkt nicht bei Rückenschmerzen.
Das Problem der klassischen Schmerzmittel ist aus meiner Sicht allerdings, dass:
  1. diese Mittel selbst Schmerzen auslösen können
  2. diese Mittel schlicht und ergreifend gar nicht wirken, wie zum Beispiel das Paracetamol bei Rückenschmerzen
  3. diese Mittel (vor allem bei langfristiger Einnahme) Nebenwirkungen haben, die nicht besonders erfreulich sind.
Kommt es bei einem Bandscheibenvorfall zu einer andauernden, chronischen Schmerzsymptomatik, kann ein operativer Eingriff (mit Entfernen der betroffenen Bandscheibe beziehungsweise Ruhigstellung der Region mittels interner Fixation oder Zementapplikation = Kyphoplastie / Vertebroplastie) in Erwägung gezogen werden. In vielen Fällen ist eine Operation jedoch vermeidbar und sogar überflüssig, wenn ein gut funktionierendes "Therapiepaket" aus Massagen, Bewegungs- bzw. Phsysiotherapie und Akupunktur über einen längeren Zeitpunkt eingesetzt wird.

Rückenoprationen - Überflüssig

Bezüglich der Rückenoperationen ist DEUTLICH zu sagen, dass die meisten Operationen völlig überflüssig sind.
Im Deutschen Ärzteblatt wird zum Beispiel der Präsident des European Health Forum Gastein (EHFG) Günther Leiner bei einem Pressegespräch in Brüssel erwähnt:
„Es ist paradox, dass wir einerseits in Europa und darüber hinaus über die Grenzen der Finanzierbarkeit unserer Gesundheitssysteme diskutieren, und andererseits zunehmend mit dem Phänomen Überbehandlung konfrontiert sind, das seinerseits wieder ökonomische Gründe hat".
Die Welt berichtet in einem Beitrag, dass allein von 2004 bis 2009 die Bandscheiben-Operationen in Deutschland um 43 Prozent zugenommen haben (vgl. (welt.de/gesundheit/article106226886/Ruecken-Operationen-nutzen-meist-nur-dem-Arzt.html). Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.

Sprache der Symptome

Die Wirbelsäule gibt dem Menschen den nötigen Halt. Sie kann, genau wie der Mensch selbst, beweglich sein oder halsstarrig. Man kann auch jemandes „Rückgrat brechen“. Man kann „von Gram gebeugt“ oder ein „aufrechter“ Mensch „mit Rückgrat“ sein. Nicht erlöste Emotionen manifestieren sich früher oder später in der Rückenmuskulatur. Die innere Haltlosigkeit und auch die übertriebene aufrechte Haltung des falschen Selbstbewussteins findet hier ihren Ausdruck.

Aktuelles:

  • Rückenschmerzen bei Kindern und Jugendlichen
    Immer mehr Kinder und Jugendliche leiden unter Rückenschmerzen, besonders betroffen sind die 11- bis 14-Jährigen.
  • Wenn die Wirbelsäule alt wird
    Die Wirbelsäule altert im Laufe des Lebens auf natürliche Weise, doch manchmal führen auch Krankheiten zu einem kritischen Zustand der Wirbel.
  • Schmerzen durch Medikamente
    Vorsicht: Die Nebenwirkungen bei der Einnahme von Kopfschmerzmitteln sind keine Nebensache.
  • Schmerzmittel - Wirksam, aber riskant
    Schweizer Mediziner warnen, dass die angeblich so gut vertragenen und sicheren Medikamente vielleicht doch ein Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle und sonstige Herz-Kreislauf-Erkrankungen darstellen können.